An mehreren deutschen Hochschulen haben linksextreme Gruppierungen am Mittwochmorgen Eingänge blockiert. Betroffen waren Einrichtungen in Berlin, Hamburg und Leipzig. In Berlin richtete sich der Protest gegen das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität. In Leipzig nutzten Menschen Mülltonnen als Barrikaden, während in Hamburg Eingänge der Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit Baustellenabsperrungen abgeriegelt wurden. Die betroffenen Universitäten reagierten teils mit digitalen Ausweichangeboten für Lehrveranstaltungen.
Forderungen gegen Kürzungen und Wehrpflicht
Inhaltlich richten sich die Aktionen gegen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich, den geplanten Stellenabbau im wissenschaftlichen Bereich sowie gegen eine aus Sicht der Initiatoren zunehmende Militarisierung der Hochschulen. Auch die Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht ist Gegenstand der Kritik. Das Berliner Bündnis, dem unter anderem der AStA der Freien Universität sowie die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestufte Gruppierung „Waffen der Kritik“ angehören, fordert die vollständige Rücknahme der Einsparungen.
Mobilisierung für bundesweiten Protesttag
Die Aktionen an den Universitäten dienen nach Angaben der Organisatoren auch als Auftakt für größere Demonstrationen. Unter Verweis auf sogenannte „Protestformen“ in Frankreich rufen die beteiligten Gruppen zu bundesweiten Aktionen auf. Neben den Hochschulblockaden werben die Bündnisse für eine Teilnahme an geplanten Aktionen Ende Oktober und im November.