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Wie eine neue Studie belegt, sind die Gastauftritte bei den Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland nicht immer ausgewogen – AfD-Chefin Alice Weidel etwa war gar nicht vertreten.

Wie eine neue Studie belegt, sind die Gastauftritte bei den Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland nicht immer ausgewogen – AfD-Chefin Alice Weidel etwa war gar nicht vertreten.

AfD-Politiker 2026 in ÖRR-Talkshows stark unterrepräsentiert

Eine Analyse der Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 zeigt Unterschiede bei der Berücksichtigung der verschiedenen Bundestagsfraktionen. Von 340 eingeladenen Politikern entfiel, wie Apollo News berichtet, ein Anteil von nur 6,2 Prozent auf Mitglieder der AfD – ein klarer Kontrast zum Ergebnis der vergangenen Bundestagswahl, bei der die Partei mit 20,8 Prozent der Stimmen als zweitstärkste Kraft hervorging und in der Folge in zahlreichen Umfragen und Landtagen eine wesentliche Rolle einnimmt.

Verteilung der Einladungen auf die einzelnen Fraktionen

Die Mehrheit der Einladungen ging im ausgewerteten Zeitraum an Vertreter der Unionsparteien CDU und CSU, die mit 144 Auftritten einen Anteil von 42,4 Prozent stellten. Es folgten Vertreter der SPD mit 91 Auftritten (26,8 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen mit 35 Auftritten (10,3 Prozent) sowie Die Linke mit 25 Auftritten (7,4 Prozent). Geringere Anteile wiesen die im Bundestag nicht mehr vertretenen Parteien FDP (elf Auftritte) und BSW (sieben Auftritte) auf.

Innerhalb der AfD waren Parteivorsitzender Tino Chrupalla sowie Beatrix von Storch und Bernd Baumann am häufigsten zu Gast, während Co-Parteichefin Alice Weidel in den betrachteten Sendungen im laufenden Jahr nicht vertreten war.

Thematische Ausrichtung der Auftritte

Neben der rein zahlenmäßigen Verteilung ergab die Auswertung auch Unterschiede hinsichtlich der inhaltlichen Schwerpunkte der Sendungen. Bei den Auftritten von AfD-Politikern lag der thematische Fokus in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf der Partei selbst, den anstehenden Landtagswahlen oder der politischen Abgrenzung anderer Parteien. Bei Vertretern von Union, SPD und Grünen machten parteibezogene Themen hingegen lediglich etwa ein Drittel der Diskussionen aus.

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