Die Debatte um die Verbindungen der Berliner Linkspartei zum Hamas-nahen Aktivisten Ibrahim Ibrahim erreicht eine neue Dimension.
Das Netzwerk ist viel größer
Entgegen bisheriger Darstellungen, wonach es sich vor allem um Verfehlungen der umstrittenen Abgeordneten Vanessa Emde handle, enthüllte die parteiinterne Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität (LAG Palisoli) ein weitaus größeres Netzwerk. Eigenen Angaben zufolge arbeiten auch die Linksjugend, der Studierendenverband SDS sowie die Bezirksverbände Neukölln und Wedding systematisch mit dem Aktivisten zusammen, der als Unterstützer der Terrororganisation PFLP gilt.
Inhaltsleere Abgrenzung und Angriffe auf Kritiker
Anstatt eine Abgrenzung von extremistischen Kräften vollzogen zu sehen, greift das parteiinterne Bündnis Kritiker aus den eigenen Reihen an. Auf öffentliche Ausstiegs- und Rücktrittsforderungen der Bundestagsabgeordneten Katalin Gennburg reagierte die LAG mit Unverständnis und forderte stattdessen einen „runden Tisch“ zur Kompromissfindung. In Social Media kommentierte die genannte LAG:
Schade! Wie du weißt, arbeitet nicht nur Vedi mit Ibrahim, sondern auch die Linksjugend, der SDS, die Linke Neukölln, die Linke Wedding und wir. Sollen wir jetzt alle rausgeschmissen werden?
Eine offizielle Anfrage von Apollo News zu den Ausmaßen der Zusammenarbeit ließ der Landesverband unbeantwortet.