ORF, Andreas Babler

SPÖ-Medienminister Andreas Babler wird den ORF-Sehern erklären müssen, warum die Haushaltsabgabe früher als von der Regierung versprochen erhöht werden soll.

22. August 2026 / 16:27 Uhr

Trotz Dementis: Erhöhung der ORF-Haushaltsabgabe wird immer konkreter

Eine Erhöhung der ORF-Haushaltsabgabe stehe schon 2028 im Raum – und zwar um satte zehn Prozent. Das schrieb die Kleine Zeitung im Wissen, dass sie gesetzlich erst 2030 erhöht werden dürfte. 

Eingeführt 2024 gab nicht nur die damalige schwarz-grüne Regierung das Versprechen ab, die Zwangsgebühr frühestens 2030 zu erhöhen, sondern diese Terminsierung steht auch ganz klar im ORF-Gesetz.

Unzensuriert legte Konkurrentenbeschwerde ein

Dass es nun doch anders kommen soll, hat – wie berichtet – den Grund, dass die Verlierer-Ampel dem ORF die bisher rund 93 Millionen Euro streicht, die sie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk neben der Einhebung der Haushaltsabgabe zugebilligt hatte. Experten hielten diese Zuwendung aus dem Budget für rechtswidrig, weshalb unzensuriert diesbezüglich eine Konkurrentenbeschwerde zuerst bei der KommAustria und in der Folge beim Bundesverwaltungsgericht einbrachte. 

Seher sollen zur Kassa gebeten werden

Eine Entscheidung darüber gibt es noch nicht. Allerdings dürfte die Verlierer-Ampel im vorauseilenden Gehorsam die Millionen-Förderung für den ORF gestrichen haben. Geld, das dem Sender jetzt fehlt, weshalb man die Seher früher als geplant zur Kassa bitten will. Allerdings muss der ORF glaubhaft nachweisen können, dass man diese Summe nicht auch durch Sparmaßnahmen hereinbringt. 

Haushaltsabgabe in Verfassung

Wie berichtet, will der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig auf Nummer sicher gehen, und die Haushaltsabgabe sogar in der Verfassung verankern. Sozusagen als Absicherung, falls FPÖ-Chef Herbert Kickl an die Regierung kommt und diese Zwangsgebühr von heute auf morgen wieder abschafft. Auch die Neos haben bereits Bereitschaft signalisiert, Pigs Vorschlag, die Haushaltsabgabe in der Verfassung zu verankern, zuzustimmen. 

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

22.

Aug.

10:27 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
So tickt die Verlierer-Ampel
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.