Der plötzliche Tod des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat über Parteigrenzen hinweg tiefe Trauer ausgelöst. Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder sprach von einer „absoluten Tragödie“.
Trauer bei den Freien Wählern
„Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie“, erklärte Söder, der seit 2018 zusammen mit Aiwangers Freien Wählern in einer Koalition regiert hatte. Besonders persönlich reagierte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler). Er hatte Aiwanger am gestrigen Mittwochmittag noch eine SMS geschrieben und gefragt, ob sie gemeinsam essen wollten. Als Mehring später erfuhr, dass sein Parteichef aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Eröffnung des neuen Hauptstadtbüros teilnehmen könne, wünschte er ihm gute Besserung.
Er sei von einer harmlosen Erkrankung ausgegangen. „Jetzt im Hotel zu sitzen und verstehen zu müssen, dass Hubert gestorben ist, fühlt sich komplett surreal an“, berichtete Mehring. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler) zeigte sich ebenfalls erschüttert. „Die Nachricht von Huberts plötzlichem Tod trifft mich zutiefst, ist für uns alle unbegreifbar“, erklärte er. Er verliert einen engen Freund und Vertrauten, auf dessen Wort er sich immer verlassen konnte.
Beileidsbekundungen der AfD
Auch AfD-Parteichefin Alice Weidel bezeichnete die Todesnachricht als sehr traurig und sprach den Angehörigen und Freunden ihr Mitgefühl aus.