Ein bemerkenswerter Vorgang wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage von Politikern im Umgang mit dem islamistischen Milieu. Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp ließ dem Magazin Der Spiegel im Rahmen einer Autorisierung versehentlich ein Word-Dokument zukommen, das noch sämtliche interne Anmerkungen und Kommentare enthielt. Dabei trat eine brisante Tatsache zutage: Die Politikerin verweigerte Antworten zu einem Hamas-nahen Aktivisten aus purer Angst vor Repressalien gegen sich und ihre Familie.
Angst vor radikalen Islamisten im eigenen Umfeld
Dass mittlerweile selbst Politiker der Linkspartei Angst vor radikalen Islamisten und Hamas-Sympathisanten haben müssen, offenbart die Relevanz der Bedrohungslage. Konkret ging es in dem Interview um Ibrahim Ibrahim, einen bekannten Unterstützer der radikalen PFLP und Sympathisanten der Hamas, der auf einer Parteiveranstaltung der Neuköllner Linken aufgetaucht war. Anstatt sich inhaltlich abzugrenzen, wählte Eralp aus Furcht den Rückzug und ließ die Fragen streichen. Sie notierte intern, dass sie und ihr Mann „Angst vor diesen Leuten“ hätten und sie ihre Familie nicht in Gefahr bringen könne.