Der fragwürdige Badespaß für verschleierte Moslem-Frauen sorgt für einige Kritik (Symbolbild).

29. Juli 2026 / 13:25 Uhr

Baden im Burkini: Freibad bietet Extra-Öffnungszeiten für Moslem-Frauen

Jeden Montagabend ist ein Freibad in Südtirol für eine Stunde ausschließlich für muslimische Frauen geöffnet – das sorgt für Kritik. Nicht wenige sehen darin eine Sonderbehandlung für eine migrantische Klientel, die kaum zur Integration beiträgt.

Mehr Bewegung für muslimische Frauen

Seit Montag bleibt das Lido in Salurn von 18.30 bis 19.30 Uhr für den Verein „Armonia“ und muslimische Frauen geöffnet. Betreiber Luca Lechthaler begründete das Angebot damit, dass den migrantischen Frauen mehr „Bewegung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe“ ermöglicht werden solle.

Ab sofort Burkini erlaubt

Während dieser reservierten Zeit ist sogar das Tragen eines Burkinis erlaubt. Die Besucherinnen zahlen dabei den regulären Eintritt. Der Betreiber betont, dass auch andere Gruppen das Bad zu bestimmten Zeiten exklusiv nutzen können, etwa für Frauen-Yoga oder Trainings der Jugendfeuerwehr.

FPÖ sieht falsches Frauenbild

Die Freiheitlichen lehnen die Initiative entschieden ab und sehen darin ein falsches Signal für die Integration. Sie stellen klar, dass dadurch ein Frauenbild gefördert werde, das mit Geschlechtertrennung und Verschleierung verbunden sei. Zudem verlangen sie Auskunft darüber, ob das Projekt mit öffentlichen Geldern finanziert wird.

„Konservative“ begrüßen Angebot

Unterstützung kommt hingegen von der Senatorin der Südtiroler Volkspartei (SVP), Julia Unterberger. Sie erklärte, dass viele muslimische Frauen ohne dieses Angebot gar nicht schwimmen gehen würden. Die Initiative ermögliche Sport, soziale Kontakte und mehr gesellschaftliche Teilhabe. Auch Bürgermeister Roland Lazzeri verteidigte das Modell und verwies darauf, dass der private Betreiber frei über die Nutzung seines Schwimmbads entscheiden könne.

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