Derzeit liegt die AfD in Umfragen bei rund 43 Prozent in Sachsen-Anhalt. Sollten außer der AfD nur CDU und Linkspartei im Landtag vertreten sein, wird die blaue Partei mit Ulrich Siegmund den Ministerpräsidenten stellen. Das wollen die Blockparteien natürlich verhindern und scheuen dafür keine Kosten.
Geld von unbekannten Spendern
Würde es der SPD und den Grünen gelingen, doch noch die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken, hätten sie zusammen mit CDU und Linkspartei zwei Prozent mehr als die AfD. Also wird nun ordentlich Geld in den Wahlkampf gesteckt. Um ihr Ziel zu erreichen, investiert die grüne Partei insgesamt 2,3 Millionen Euro. Auf Sachsen-Anhalt entfallen davon “rund 1,5 Millionen Euro”, wie ein Parteisprecher der Welt mitteilte. Der Rest wird in den Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern gesteckt. Hierbei handelt es sich um “das bislang höchste Wahlkampf-Budget des Landesverbands” und mehr als doppelt so hoch wie der bisherige Höchststand.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern schwankt die Partei zwischen vier (Insa) und fünf Prozent (Infratest). Hier liegt die AfD bei 35 bis 36 Prozent. Das Geld kommt laut den Grünen, die 2024 aus den Landtagen in Brandenburg und Sachsen rausgeflogen sind, vor allem aus Spenden. In Sachsen-Anhalt seien es 40 Prozent des Gesamtetats, im Nordosten verdanke sich die Verdopplung hauptsächlich hoher Zuwendungen; angeblich vor allem von Einzelpersonen. Wer diese Spender sind, teilten die Grünen natürlich nicht mit.
SPD investiert weniger als Grüne
Die im Nordosten seit Jahrzehnten regierende SPD investiert “wie schon 2021 rund 1,1 Millionen Euro”. Das teilte die Partei der Welt mit. Damit stecken die Grünen 36 Prozent mehr Geld in den Sachsen-Anhalt-Wahlkampf als die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern ausgibt. Die SPD gibt für Sachsen-Anhalt, wo sie mit der Fünf-Prozent-Hürde kämpft, keine konkrete Summe an. Aber sie teilte der Welt mit: “Wir investieren in diesen Landtagswahlkampf deutlich mehr als 2021. Das ist Ausdruck der Bedeutung dieser Wahl für Sachsen-Anhalt.”
Auch die Linke gibt so viel wie noch nie in den Wahlkämpfen aus. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 600.000 und in Sachsen-Anhalt 562.000 Euro. In beiden Fällen handelt es sich laut der Partei um Rekordsummen. Die Linkspartei steht laut Umfragen im Mecklenburg-Vorpommern, wo sie mit der SPD regiert, bei elf bis zwölf Prozent und in Sachsen-Anhalt bei 13 Prozent.
Wahlkampfkostenerstattung und Spitzengehalt
Natürlich werden die Parteien das Geld, welches sie zuvor gespendet bekommen haben, über die Wahlkampfkostenerstattung zurückbekommen. Je mehr Geld anderer Leute sie also im Wahlkampf ausgeben, desto mehr Kohle kriegen sie am Ende wieder zurück. Es ist also ein großes Geschäft, bei dem sie versuchen, mit geschenktem Geld gut betuchte Posten zu bekommen und obendrein vom Steuerzahler die für die Pöstchen ausgegebenen Moneten wieder zurückkriegen. Die Zeche zahlt am Ende der arbeitende Bürger.
Ob sie die Jobs, bei denen sie rund 11.000 Euro im Monat (plus Kostenpauschale, Mitarbeiterbudget und Reisekosten) abgreifen können, auch bekommen, wird sich am 06. September in Sachsen-Anhalt und am 20. September 2026 in Mecklenburg-Vorpommern zeigen.
