Die AfD reißt im Osten ein Loch in die Landkarte der etablierten Parteien. Würde am Sonntag Bundestagswahl sein, käme sie in den ostdeutschen Flächenländern laut dem Trendbarometer von RTL und ntv auf 45 Prozent – die CDU landet bei zwölf Prozent und rutscht hinter die Linke.
AfD enteilt, Union bricht ein
Das Institut Forsa befragte vom 1. bis 7. September 2502 Wahlberechtigte, die Fehlerquote liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Der größte Teil des Umfragezeitraums lag noch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dort holte die AfD am 6. September bereits 43,8 Prozent, die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze nur 17,2 Prozent.
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Weitere InformationenHinter der AfD folgt im Osten die Linke mit 15 Prozent. SPD und Grüne kommen jeweils auf neun Prozent, das BSW auf fünf Prozent. Bundesweit bleibt die AfD bei 28 Prozent vorn, CDU und CSU verharren bei 21 Prozent. Grüne liegen bei 16 Prozent, die SPD bei zwölf, die Linke bei elf. FDP und BSW bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Merz im Osten fast ohne Rückhalt
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz sind bundesweit nur 13 Prozent zufrieden, 85 Prozent unzufrieden. Im Osten sinkt die Zustimmung auf sieben Prozent, 91 Prozent sind unzufrieden. Westlich der Elbe sind immerhin 15 Prozent zufrieden.
Volk gegen Brandmauer
Als wichtigstes Motiv nennen 34 Prozent der AfD-Anhänger, die Partei vertrete die „Interessen des deutschen Volks“ am besten. 22 Prozent führen Unzufriedenheit mit dem politischen System an, 21 Prozent Unzufriedenheit mit der Bundesregierung.
Gleichzeitig spricht sich eine Mehrheit der Befragten dafür aus, dass die CDU im Osten Absprachen mit der Linken trifft, um Landesregierungen ohne AfD zu ermöglichen: 54 Prozent ja, 38 Prozent nein. Unter Unionsanhängern sind es 63 Prozent. Unter AfD-Anhängern lehnen 89 Prozent das ab. Am 20. September folgen die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
