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Christine Lagarde räumt ihren Posten vorzeitig – um ihre Macht und politische Richtung zu zementieren.

Christine Lagarde räumt ihren Posten vorzeitig – um ihre Macht und politische Richtung zu zementieren.

Machterhalt um jeden Preis: Lagarde geht, damit Brüssels Politik zementiert wird

Christine Lagarde räumt ihren Sessel als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) – doch nur um ihre Politik weiterzutreiben zu können.

Angst vor dem Wähler

Denn wenn sie am 7. Februar 2027 ihr Amt niederlegen wird, fast neun Monate vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit, können die jetzigen Mächtigen noch eine ihnen politisch genehme Nachfolge installieren und zementieren.

Denn im April nächsten Jahres rechnen auch sie mit veränderten Machtverhältnissen: Nach der französischen Präsidentschaftswahl weht mutmaßlich ein Wind aus rechter Richtung mit deutlich mehr Fokus auf die Bedürfnisse der eigentlichen Europäer.

Mieses Spiel mit vielen Reaktionen

Dieses miese Spiel stößt europaweit auf. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl (FPÖ) bringt es auf den Punkt. Für ihn ist der Rücktritt ein „ein entlarvendes Manöver der System- und EU-Eliten, um einem möglichen Wahlsieg von Marine Le Pen von der rechten Partei Rassemblement National (RN) bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im kommenden Jahr vorzugreifen und ihre Macht an der EZB-Spitze einzubetonieren“.

Aus Kickls Sicht ist Lagardes Rückzug längst überfällig. Er erfolge jedoch nicht als Konsequenz ihrer geldpolitischen Bilanz, sondern aus machtpolitischem Kalkül:

Der angezählte Präsident Macron soll mit der deutschen Regierung und den anderen EU-Zentralisten noch einmal einen gefälligen EZB-Präsidenten auspackeln können.

Franzosen sind empört

Insbesondere in Frankreich ist man empört. Der französische RN-Abgeordnete Jean-Philippe Tanguy wirft dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron vor, seinen Einfluss auf die EZB vor dem Machtwechsel abzusichern. Auch Éric Coquerel von der linken Partei La France insoumise erklärt:

Emmanuel Macron will die Geldpolitik festschreiben, damit der Macronismus überlebt.

„Madame Inflation“ statt makelloser Abschiedsbilanz

Lagarde hatte in ihrer Amtszeit Unmengen an Geld drucken lassen und damit Inflation und Kaufkraftverluste erzeugt. Sie treibt und trieb das Projekt des digitalen Euro, der mutmaßlich das Bargeld unterbinden und die Kontrolle über die Bürger ermöglichen wird.

Lagarde will reden, die Bürger sollen vertrauen

Lagarde selbst begründet ihren vorzeitigen Abschied mit dem Wunsch, außerhalb der Geldpolitik freier Stellung beziehen zu können. Die mit ihrem Amt verbundene Neutralität begrenze ihre Möglichkeiten, sich zu anderen politischen Fragen zu äußern.

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