Der Eishockey-Zweitligist Lausitzer Füchse hat nach dem Besuch des AfD-Parteivorsitzenden Tino Chrupalla bei einem Heimspiel in Weißwasser (Sachsen) politisch neutrale Position bezogen und sein Recht auf den Stadionbesuch verteidigt.
Banner sollte entfernt werden
Beim Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG (DEG) saß der in Weißwasser geborene Chrupalla als Zuschauer auf der Tribüne. Neben ihm befand sich der Bundesvorsitzende der Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm. Die mitgereisten DEG-Fans protestierten dagegen mit einem Banner mit der Aufschrift „DEG Fans gegen Rechts“. Der Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, Dirk Rohrbach, gab daraufhin die Anweisung, das Banner entfernen zu lassen. Letztlich wurde es nur deshalb hängen gelassen, um eine mögliche Eskalation im Stadion zu vermeiden.
Laut RP-Online erklärte der Club, dass Chrupalla kein geladener Gast war, sondern als regulärer Zuschauer mit einem gekauften Ticket das Spiel besuchte. Der Verein begründete den versuchten Abbau des Banners damit, dass man das Stadion generell frei von parteipolitischen Auseinandersetzungen halten wolle. Die Regelung gegen politische Spruchbänder gelte im Sinne der Gleichbehandlung unabhängig von der politischen Richtung oder dem konkreten Inhalt.
Viele Bürger mögen Chrupalla
Chrupalla ist in Weißwasser fest verwurzelt und bei den Bürgern sehr beliebt. Der Ort liegt im Wahlkreis Görlitz, in dem der AfD-Patriot als Direktkandidat antrat. Insgesamt erhielt er im Kreis knapp 50 Prozent der Erststimmen und wurde damit direkt in den Bundestag gewählt. 2021 gewann er bei der Bundestagswahl den Landkreis mit etwa 36 Prozent und 2017 mit rund 32 Prozent der Stimmen. Auch in Weißwasser bekam er bei allen drei Wahlen die meisten Erststimmen.
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