„Ich hatte schon einmal mehr Angst, zum Beispiel, wenn ich als Frau in Wien unterwegs bin in den Abendstunden“, sagte FPÖ TV-Moderatorin Lisa Schuch-Gubik, die den laut Der Spiegel „gefährlichsten Mann Deutschlands“ zum Gespräch eingeladen hatte: Den strahlenden Sieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund von der AfD.
Spiegel-Cover war Wahlwerbung für uns
Gleich die erste Frage hatte mit diesem Spiegel-Cover zu tun. Ob er sich darüber geärgert habe, oder ob er den Gedanken hegte, dass das eine geile Werbung sei, wollte Schuch-Gubik von Ulrich Siegmund wissen. Dieser meinte: „Vor ein paar Jahren hätte ich mir noch gedacht, was passiert hier gerade, was ist mit denen los? Aber ich habe es von der ersten Minute an relativ schnell mit Humor genommen und habe mich eigentlich darüber amüsiert“. Dieser Spiegel-Titel sei dann am Folgetag potenziert worden, als er das Cover unterschreiben durfte und gesehen habe, wie die Leute darauf reagieren. Siegmund wörtlich:
Also, ich würde sagen, das war noch mal auf den letzten Metern wirklich eine entscheidende Werbung für uns, muss man ganz ehrlich so sagen.
Inflationäre Begriffe wie Nazi nimmt keiner mehr ernst
Der Spiegel-Aufmacher sei ja auch Teil dieser ganzen Angst und Panikkampagne gegen die AfD gewesen, bemerkte Schuch-Gubik. Man kenne das ja auch in Österreich gegenüber der FPÖ, diese Dämonisierung, dieser Versuch, Angst vor dieser Partei zu machen. Ob man mit den ganzen Begriffen, etwa mit der Nazikeule, schon übertrieben habe, sodass das bei den Menschen gar nicht mehr zieht, weil die Wahlergebnisse würden ja eine ganz eindeutige Sprache sprechen, fragte die FPÖ TV-Moderatorin.
Siegmund antwortete, genau das, und das müsse unbedingt einmal besprochen werden, weil es in Deutschland eine Dramatik angenommen habe. Die schrecklichen Begriffe wären dermaßen abgestumpft worden, es sei ja nicht nur der Begriff „Rechtsextremist“, sondern auch „Nazi“, „Verfassungsfeind“. Es handle sich um eine so große Bandbreite von Begrifflichtkeiten, die so inflationär verwendet würden, dass sie im Prinzip niemand mehr ernst nehme.
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