Eine Geschichte, die kaum zu glauben ist, hat sich im Vereinigten Königreich ereignet. Ein schwarzer junger Mann, Liebling der politischen Linken, wurde zum jüngsten schwarzen Professor aller Zeiten ernannt. Nun kam heraus: Sein Lebenslauf war offenbar nur erfunden.
Vom schwarzen Wunderkind zum Plagiatsvorwurf
Was sich an der Elite-Universität Cambridge zugetragen hat ist kaum zu fassen. Der 41-jährige Jason Arday galt als Wunderkind, als wissenschaftlicher Überflieger. Er war gern gesehen als Interviewpartner, Experte der Soziologie und Vorreiter einer linken Ideologie. Vor zwei Wochen kamen dann erste Plagiatsvorwürfe ans Licht und nun bröckelt seine Schein-Biographie immer weiter. Wie Bild berichtet, habe er das Buch „Being Young, Black and Male“ (auf deutsch: „Jung, schwarz und männlich sein“), dass er vorgab veröffentlicht zu haben, nie geschrieben. Zuerst habe er dies auf seiner Homepage zu „erscheint bald“, dann in „geplant für 2030“ geändert.
Masterabschluss und Professuren erfunden
Dies ist aber nur ein kleiner Teil seines Lügen-Portfolios. Selbst sein Master, den er angeblich in „psychodynamischer Beratung“ abgeschlossen haben soll, war frei erfunden. Auch sein Titel als Honorarprofessor, an der englischen Uni Durham, war niemals existent und auch die Gastprofessuren in Glasgow und an der Ohio State University bloß erdacht. Doch selbst die existierende Doktorarbeit war keineswegs rechtens. Mehr als 180 Passagen kommen nahezu wortgleich in anderen wissenschaftlichen Arbeit vor.
Nicht nur in der Wissenschaft geschwindelt
Arday scheint jedoch nicht nur im wissenschaftlichen Bereich mit unlauteren Mitteln gearbeitet zu haben. Auch beim Spendensammeln und im Sport fühlte er sich der Wahrheit nicht verpflichtet. So behauptet er etwa in 35 Tagen ganze 30 Marathon-Strecken gelaufen zu sein. Er ließ verlautbaren, dass er damit 5,5 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke eingesammelt zu haben. Auch hier musste er sich drastisch korrigieren. Nicht er, sondern eine große Gruppe von 100 Aktivisten konnten diese Summe eintreiben.
Wie konnte es soweit kommen?
Fragen müssen sich nun die Universitäten stellen lassen, wie ein Mann mit einem erfundenen Lebenslauf in eine so relevante Rolle in der Wissenschaft habe kommen können. Die Dekanin seiner Universität, Prof. Hilary Cremin, erklärte in einem Interview von 2023 bereits: Bei der Berufung habe man „auf die Stimmen unserer schwarzen Gelehrten und Studierenden gehört“. Wenn Hautfarbe und politische Ideologie plötzlich wichtiger sind als echte Expertise, so kommen eben solche chaotischen Zustände heraus. Ein User auf Facebook kommentiert süffisant: „Er sollte sich einen Doktortitel kaufen und Politiker werden.“ Ein anderer User schreibt: „Aber erstmal belobhudelt, weil er mehrere Quoten erfüllte“.
