Der ehemalige CSU-Chef Horst Seehofer hat die Arbeit des Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) deutlich kritisiert. „Friedrich Merz hat durch den Bruch von Wahlversprechen einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust erlitten“, sagte der einstige bayerische Ministerpräsident der Bild.
Seehofer vergaß Merkels Asylkrise
Konkret warf Seehofer Merz vor, im Vergleich zur CDU-Altkanzlerin Angela Merkel über kein Vertrauen in ein authentisches Handeln zu verfügen. „Wenn das Vertrauen einmal angeknackst ist und ständig neue, unerfüllte Versprechen folgen, funktioniert es nicht mehr.“ Das ist sehr interessant, wenn man bedenkt, dass Söder Merkels Asylpolitik einst als eine „Herrschaft des Unrechts“ bezeichnete, ohne selbst etwas dagegen zu unternehmen.
Womöglich ist Merz aber auch ein so schlechter Kanzler, dass Seehofer und viele andere vergessen haben, welchen Schaden Merkel anrichtete. Seehofer ermahnte Merz zu „deutlich mehr Tempo und deutlich weniger Selbstbeschäftigung“. Dabei bemängelte er die Schaffung „ständig neuer Expertenkommissionen“ durch die Bundesregierung, wie etwa zur Pflegereform. „Ein Politiker, der in der Bundesliga spielt, muss selbst eine Haltung haben und auf dieser Basis Lösungen in der Koalition durchsetzen“, meinte Seehofer.
Merz-Aussagen verletzen Menschen
Zudem kritisierte der Bayer die Aussage von Merz, wonach man in Deutschland wieder mehr arbeiten müsse. Diese würde die Menschen verletzen. „Was sagen Sie damit einer Krankenschwester, die ohnehin schon Wochenend- und Nachtschichten schiebt? Bei Audi erlebe ich Arbeitnehmer, die gerne mehr arbeiten würden, denen man aber stattdessen Aufhebungsverträge anbietet. Diese pauschale Sprache geht völlig an der Realität vorbei.“
Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:
Kommentare erscheinen zu Kanalbeiträgen mit freigeschalteter Diskussion (ohne Bot-Button unter dem Post).
Telegram-Diskussion — nicht automatisch geladen.