Die vertuschte Vergewaltigung in Neukölln führt nun zu medienwirksamem Zoff zwischen Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Ein Abwahlantrag gegen Nagel in der Bezirksverordnetenversammlung war kürzlich gescheitert (Unzensuriert berichtete).
Unterlassungserklärung von CDU-Politikerin gefordert
Jetzt geht Nagel juristisch gegen Günther-Wünsch vor. Wie die Berliner Zeitung berichtete, soll die Senatorin angeblich “öffentlich Falschbehauptungen über den Umgang des Bezirks” mit der Vergewaltigung verbreitet haben. Angeblich habe sie während einer Sitzung des Abgeordnetenhauses behauptet, “es gebe ein Verfahren gegen die Jugendstadträtin des Bezirksamts wegen Strafvereitelung im Amt”.
Laut Nagels Anwalt soll das nicht stimmen. “Es liegt ein Schreiben der Leitenden Oberstaatsanwältin in Berlin vor, das bestätigt, dass kein Verfahren geführt wird”, meinte er. Deswegen wird Günther-Wünsch aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Ob sie dem nachkommen wird, bleibt abzuwarten. Außerdem wurde bekannt, dass eine unabhängige Kommission die Vorgänge rund um den Neuköllner Jugendclub Wutzkyallee untersuchen soll.


