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Historisches Debakel: Mit nur 4,9 Prozent scheiterte die CDU erstmals am Einzug in einen deutschen Landtag, weil die AfD mit einem klaren Wahlsieg triumphiert.

Historisches Debakel: Mit nur 4,9 Prozent scheiterte die CDU erstmals am Einzug in einen deutschen Landtag, weil die AfD mit einem klaren Wahlsieg triumphiert.

AfD triumphiert im Nordosten, CDU fliegt aus Landtag

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat einen klaren Sieger: Mit 38,2 Prozent wurde die AfD stärkste Kraft.

AfD gewinnt im Nordosten deutlich

Gegenüber der Wahl von 2021, bei der sie 16,7 Prozent erreicht hatte, legte sie um mehr als 21 Prozentpunkte zu.

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erreichte 35,5 Prozent und verlor damit nach vorläufigem Endergebnis (Stand 21. September, 0.10 Uhr) 4,1 Prozentpunkte. Die Linke kam auf 6,5 Prozent, die Grünen auf 5,7 Prozent.

CDU nicht mehr im Landtag

Für die CDU endete der Wahlabend dagegen in einem historischen Debakel: Mit nur 4,9 Prozent scheiterte sie erstmals am Einzug in einen deutschen Landtag.

Auch das BSW verpasste mit 4,8 Prozent knapp die Fünfprozenthürde. Die FDP spielte mit einem Prozent praktisch keine Rolle. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,1 Prozent.

AfD fordert Anerkennung des Regierungsauftrags

AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm zog aus dem Ergebnis eine unmissverständliche Schlussfolgerung:

Wir haben den Regierungsauftrag.

Er kündigte an, das Gespräch mit den anderen Parteien suchen zu wollen. Diese müssten nun zeigen, ob sie den Wählerwillen respektierten.

AfD als neue Volkspartei

Auch AfD-Bundessprecherin Alice Weidel sprach von einem klaren Regierungsauftrag. Sie sieht in den jüngsten Erfolgen den Beweis, dass sich die AfD zur neuen Volkspartei entwickelt habe. Nach dem Rekordergebnis in Sachsen-Anhalt ist Mecklenburg-Vorpommern bereits das zweite mitteldeutsche Bundesland innerhalb weniger Wochen, in dem die Partei den ersten Platz erreicht.

Die AfD hat ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Ihr gelang es, die Forderungen nach einem Politikwechsel und den Unmut über hohe Lebenshaltungskosten, die Energiepolitik, die Überfremdung und die wirtschaftliche Lage zu bündeln.

Rot-Rot-Grün könnte trotzdem weiterregieren

Trotz des AfD-Sieges dürfte Holm der Weg ins Amt des Ministerpräsidenten versperrt bleiben. SPD, Linke und Grüne verfügen gemeinsam über eine parlamentarische Mehrheit.

„Wir sind froh, dass wir diese Aufholjagd in diesen schwierigen Zeiten geschafft haben“, sagte Schwesig am Wahlabend. Auf die Frage, ob sie weiterhin Ministerpräsidentin sein wolle, antwortete sie: „Ja!“ Ihre SPD verlor zwar gegenüber 2021, schnitt aber erheblich besser ab, als es noch frühere Umfragen erwarten ließen.

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