Ein 93-jähriger Rentner wird in seinem eigenen Haus in Köln-Neubrück gefesselt, gefoltert und erschlagen. Mindestens einer der mutmaßlichen Täter war bereits zweimal abgeschoben worden.

25. Mai 2026 / 09:40 Uhr

Köln: Rentner (93) brutal ermordet – Mutmaßlicher Täter trotz zweifacher Abschiebung zurück im Land

In Köln-Neubrück starb Anfang Mai ein 93-jähriger Rentner einen qualvollen Tod. Seine Kinder fanden ihn am 3. Mai 2026 gefesselt und schwer misshandelt in seinem Bungalow. Die Obduktion ergab, dass er an den Folgen massiver Gewalteinwirkung gestorben ist. Die Täter hatten das Haus durchwühlt und Beute gemacht – unter anderem ein E-Bike, ein Mobiltelefon, eine EC-Karte und den Ehering des Opfers.

Polizei ermittelt

Die Ermittlungen der Kölner Polizei führten zu drei Tatverdächtigen. Gegen sie besteht der dringende Verdacht des gemeinschaftlich begangenen Mordes und Raubes mit Todesfolge. Die Beweislage stützt sich vor allem auf DNA-Spuren und Überwachungskamera-Aufnahmen. Zwei Männer im Alter von 30 und 59 Jahren wurden bereits am 11. Mai festgenommen, der dritte Verdächtige eine Woche später.


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Der Wiederholungstäter aus Nordmazedonien

Besonders brisant ist die Vorgeschichte eines 36-jährigen Verdächtigen. Bajram K. aus Skopje in Nordmazedonien war laut Berichten bereits zweimal aus Deutschland abgeschoben worden – unter anderem 1993 und 2014. Dennoch reiste er Ende April 2026 offenbar erneut unerlaubt ein. Er wurde später in Salzburg festgenommen, die Auslieferung wurde beantragt.

Der Mann war polizeibekannt wegen einer Reihe von Delikten, darunter Eigentums-, Gewalt-, Sexual- und Verkehrsvergehen. Auch ein weiterer Verdächtiger soll sich nach früheren Aufenthalten illegal in Deutschland aufgehalten haben. Die drei Männer stammen aus dem Balkan-Raum.

Behördenpraxis unter Druck

Der Fall wirft Fragen auf, wie mehrfach abgeschobene Straftäter immer wieder nach Deutschland zurückkehren können. Während der 93-Jährige Hans-Jürgen W. in seinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher war, gelang es den Tätern offenbar mühelos, trotz bekannter Vorgeschichte und Ausweisungsverfügungen erneut zuzuschlagen. Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte die Ermittlungen zu Raub mit Todesfolge, äußerte sich zu den ausländerrechtlichen Aspekten bisher zurückhaltend.

In Köln-Neubrück, einer ruhigen Siedlung mit Einfamilienhäusern, hat die Tat tiefe Betroffenheit ausgelöst. Ein alter Mann, der sein Leben lang gearbeitet hatte, endete gefesselt und misshandelt auf dem Boden seines Schlafzimmers – mutmaßlich durch Männer, die das Land bereits verlassen sollten.


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