Kurz vor den Parlamentswahlen in Ungarn trat Zoltán Szalai, seit 2009 Generaldirektor des Fidesz-nahen Mathias-Corvinus-Collegiums (MCC) und Medienstratege von Ministerpräsident Viktor Orbán, im krone.tv-Podcast „Message Macht Medien“ mit Gerald Fleischmann offen in die Offensive und zeigte sich optimistisch.
Knapper Fidesz-Sieg erwartet
Der sonst eigentlich eher zurückhaltende Szalai prognostizierte einen knappen Sieg von Orbáns Fidesz-Partei mit drei bis fünf Prozent Vorsprung: „Es wird deutlich knapper als zuletzt.“ Zum Irankrieg kommentierte er, dass der Ukraine-Konflikt relevanter sei, da Ungarns Öl aus Russland komme – anders als bei EU-Ländern mit Nahostabhängigkeit.
Linke Medien manipulieren Wähler
Auf Vorwürfe eines pro-russischen Kurses Orbans reagierte Szalai scharf: „Das darf man nicht machen“, sagte er zum Einmarsch in die Ukraine, lehnte eine ideologische Positionierung aber ab. Die Blockade von EU-Sanktionen und Hilfsgeldern rechtfertigte er pragmatisch: „Warum sollte man sich selbst ins Bein schießen?“, fragte er. Brüssel übe täglichen Druck aus, beklagte er. Die Behauptungen der britischen BBC über Stimmenkauf vor der Wahl wies er als „gegenstandslos“ zurück – linksgerichtete Medien wollten Wähler manipulieren.
Szalais Auftritt kurz vor der Wahl am 12. April bekräftigt Orbans Strategie: Nationale Souveränität und Wirtschaftsinteressen vor EU-Zentralismus stellen, um die Basis zu mobilisieren.


