Herbert Kickl und die FPÖ sind in aktuellen Umfragen klar vorne und gewinnen weiter an politischem Gewicht. Nach dem einzementierten ersten Platz bei Oe24 kommen die Blauen bei der Heute-Umfrage auf den höchsten bisher gemessenen Wert.
Skeptische Stimmung
Die Regierung sei „nur noch Passagier“ und gefangen im „engen Budgetkorsett“, sagte Meinungsforscher Peter Hajek zur aktuellen Lage, die von „skeptischer Stimmung“ geprägt sei. Hajek hat mit seinem Institut Unique Research die Prozente errechnet, die die Parteien erreichen würden, wären am Sonntag Nationalratswahlen.
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Weitere InformationenFPÖ unangefochten Nummer ein
Während die Lazarsfeld-Gesellschaft für Oe24 die FPÖ weiterhin bei 36 Prozent sieht, brachte die Umfrage von Unique Research für die Tageszeitung Heute den bisher höchsten gemessenen Wert für die Partei von Herbert Kickl – nämlich 35 Prozent. Die Verlierer-Ampel kommt demnach gemeinsam nur noch auf 49 Prozent, in der Oe24-Rechnung gar nur noch auf 46 Prozentpunkte.
Österreicher mit “Spritpreisbremse” verärgert
„Wenn keine andere Partei mit uns zusammenarbeiten möchte, dann machen wir eben eine Koalition mit den Bürgern“, sagte Herbert Kickl in einem ORF-Interview. Diesem Ziel kommt der FPÖ-Chef offenbar immer näher. Und die Verlierer-Ampel aus ÖVP, SPÖ und Neos macht es ihm dabei nicht schwer.
Zuletzt haben Kanzler Christian Stocker, sein Vize Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger weiter an Vertrauen verloren, als sie die Österreicher mit der „Spritpreisbremse“ verärgerten. Wie berichtet, gab es tausende, gar nicht schmeichelhafte Kommentare dazu, etwa: „Diese fünf Cent kann sich die Regierung in die Haare schmieren“.
Verlierer-Ampel geht allmählich die Luft aus
Die meisten Lösungen der Regierungsparteien seien bestenfalls halbherzig, schrieb Krone-Chefredakteur Klaus Herrmann. Aber trotz Atemlosigkeit sei die Ampel immer wieder in der Lage, Luft zu holen. Folgt man dieser Logik, muss man sich fragen, ob Stocker und Co. die Luft schon vor Ende der Legislaturperiode ausgeht.
