Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig als zentraler Strippenzieher der Sozialdemokratie: In der Kampagne „Strippenzieher“ zeigt die FPÖ auf, wie Ludwig die Geschicke der SPÖ lenkt – und dabei auch Vorrang gegenüber Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler hat.
Babler ohne Wiener SPÖ machtlos
Die politische Macht der SPÖ sitze im Wiener Rathaus und nicht in der Bundespartei. Ludwig sei der „Strippenzieher“, während Babler seine Linie auf Bundesebene umsetzen müsse. Für die FPÖ steht fest: Babler verdankt seine Position maßgeblich der Unterstützung der stärksten Landesorganisation – der Wiener SPÖ. Ohne die Wiener Organisation hätte er nicht Parteichef werden können.
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Weitere InformationenLudwigs Landesgruppe bestimmt Kurs im Bund
Kritik üben die Freiheitlichen vor allem an der Wiener Sozial‑ und Migrationspolitik. Die Sozialmigration nach Wien kostet rund eine Milliarde Euro an Mindestsicherungszahlungen für Ausländer. Gleichzeitig werden in der Verlierer-Ampel strengere Regeln diskutiert, während Wien seine großzügigen Steuergeldgeschenke beibehält. Babler verweigere sich einer Kurskorrektur – die Wiener Linie bleibe bestimmend, so die FPÖ.
Gemeindebau wird zur Einnahmequelle
Zudem weisen die Blauen auf Widersprüche zwischen Bund und Land Wien hin. Babler tritt auf Bundesebene für Mietbremsen und leistbares Wohnen ein, während in Wien die Gemeindebaumieten mehrfach angehoben wurden und die Betriebskosten gestiegen sind. Gemeindewohnungen würden zunehmend zur Einnahmequelle des Stadtsäckels und verlören ihre Funktion als soziale Absicherung, bilanzieren die Freiheitlichen deshalb.
Bürgermeister könnte Energiepreise senken
Auch Bablers „Energiepreisbremse-Schmäh“ komme in Wien nicht an: Die Fernwärmepreise sind dort nämlich deutlich höher als in anderen Bundesländern, ohne dass Gewinne der Wien Energie an die Bürger zurückfließen. Ludwig könnte als Preisregulator die Fernwärme preislich senken, verzichtet aber darauf.
Ältere Generation leidet
Besonders betroffen: Pensionisten und ältere Menschen. Höhere Sozialversicherungsbeiträge, steigende Rezeptgebühren sowie gestrichene günstige Einzelfahrscheine und höhere Ticketpreise bei den Wiener Linien führen auch für sie zu spürbaren Mehrkosten im Alltag.
FPÖ hält dagegen
Die Freiheitlichen positionieren sich als klaren Gegenentwurf zur SPÖ‑Politik in Wien und im Bund. Sie fordern leistbares Wohnen, niedrige Energiekosten und faire Sozialleistungen vor allem für Österreicher.
Zugleich verweisen sie auf ihre Kampagne „Strippenzieher“ und auf Social Media‑Kanäle wie Telegram. Wer mehr über die Kampagne erfahren und auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich unter www.strippenzieher.at für den FPÖ-Newsletter anmelden.
