Haushaltsenergie ist im Dezember im Jahresvergleich um 9,0 Prozent teurer geworden. Besonders stark fällt der Anstieg beim Strom aus, der sich binnen eines Jahres um 41,9 Prozent verteuert hat.
Kurzsichtige Maßnahmen
Während die Preise im Vergleich zum Vormonat insgesamt leicht um 1,2 Prozent zurückgingen – vor allem wegen billigeren Heizöls und günstigerer Treibstoffe – bleibt die Belastung für viele Haushalte hoch.
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Weitere InformationenHauptursache dafür ist laut Österreichischer Energieagentur das Auslaufen staatlicher Entlastungsmaßnahmen wie der Strompreisbremse Anfang 2025.
Energieagentur erwartet Entspannung
Die Energieagentur erwartet, dass der starke Jahresabstand beim Strom ab den Jänner-Werten zurückgehen wird, weil der „Einmaleffekt“ des Wegfalls der Strompreisbremse dann aus den Jahresvergleichen herausfällt.
Gleichzeitig wurde Erdgas im Jahresvergleich um 3,5 Prozent teurer; die erhöhten Gas-Netzentgelte ab Jänner werden die Haushalte zusätzlich belasten, weil die Erhaltungskosten des Netzes auf geringere Verbrauchsmengen verteilt werden müssen.
Brennholz und Treibstoffe wurden billiger
Besonders stark legten neben dem Strom auch Holzpellets zu: Sie verteuerten sich im Jahresvergleich um 15,2 Prozent. Brennholz war hingegen im Dezember um 0,9 Prozent günstiger als im Vorjahr.
Treibstoffe wie Diesel und Benzin wurden zum Jahresende ebenfalls günstiger; Diesel verbilligte sich im Monatsvergleich um 2,8 Prozent, Benzin um 2,6 Prozent, Heizöl sogar um 4,0 Prozent.
Energiepreise sind Inflationstreiber
Die Entwicklung der Energiepreise steht dabei in deutlichem Kontrast zur generellen Teuerung: Der Energiepreisindex liegt laut Energieagentur bei plus 9,0 Prozent, während der Verbraucherpreisindex um rund 4,0 Prozent zulegte.
Die FPÖ übt scharfe Kritik an der Bundesregierung. Generalsekretär Michael Schnedlitz sieht in den Energiepreisen den „endgültigen Beweis für das Versagen der Bundesregierung“. Er wirft der Regierung vor, sie habe monatelang von sinkenden Strompreisen und einer großen Entlastung gesprochen, doch nun sei „dieses Regierungsmärchen […] in der Realität angekommen“.
Falsche Anreize
Schnedlitz kritisiert insbesondere die aus seiner Sicht falschen Anreize und verweist auf steigende Netzentgelte und teurer gewordene alternative Energieträger:
Es ist eine verkehrte Welt, die nur in den Hirnen dieser Regierungs-Dilettanten Sinn ergibt: Die Österreicher sparen brav Energie, frieren im Winter für das Klima, und als ‚Dank‘ werden sie bestraft, indem alles teurer wird.
Wer spare, zahle drauf – das sei die perfide Logik dieses Systems.
„Raubrittertum an der eigenen Bevölkerung“
Mit Blick auf den massiven Anstieg beim Strom spricht der FPÖ-Generalsekretär von „staatlich organisiertem Raubrittertum an der eigenen Bevölkerung“ und wirft der Regierung vor, sie habe die Menschen „für dumm verkaufen“ wollen.
Denn es war mit der Strompreisbremse keine nachhaltige Verbesserung geschaffen worden, sondern lediglich durch Verbot eine künstliche Preisgrenze. Das Grundproblem, die falsche Energieversorgungspolitik, wurde jedoch nicht angegangen. Dafür kam jetzt die Rechnung für die Österreicher.
