Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Harald Mahrer, machte bei den Löhnen für seine Mitarbeiter nun einen Rückzieher. Statt den zunächst vorgesehenen, üppigen 4,2 Prozent soll es nur noch 2,1 Prozent geben.
“Kammerstaat” lebt wie Maden im Speck
„Lohnerhöhung für Mitarbeiter um 4,2 Prozent macht nur noch fassungslos“, lautete der Titel von unzensuriert am 3. November, als wir erfahren mussten, dass die Wirtschaftskammer ihren Mitarbeitern eine besonders saftige Lohnerhöhung spendiert. Dass der „Kammerstaat“ trotz Rekord-Inflation, Unternehmens-Insolvenzen und schon lange nicht mehr dagewesenen Arbeitslosenzahlen (300.000 Menschen sind ohne Job), weiter wie Maden im Speck lebt, schlug bei den Zwangsmitgliedern der WKO, also den Unternehmern, wie eine Bombe ein.
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Weitere InformationenWKO verteidigte Lohnerhöhung
Gegenüber der Presse verteidigte ein WKO-Sprecher auch noch diese gewaltige Lohnerhöhung – unter anderem mit dem Argument, dass angeblich die „jährlichen Gehaltserhöhungen der WKO-Mitarbeiter im langjährigen Vergleich deutlich niedriger ausfallen als in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst“.
Nach Medienberichten Rückzieher
Heute, Mittwoch, war dann alles anders. WKO-Chef Mahrer zog die Notbremse, nachdem Mitglieder sogar gedroht hatten, die Kammerumlage nicht mehr zahlen zu wollen. Es habe nichts mit der Berichterstattung in den Medien zu tun, sagte er und verkündete schließlich, dass seine tausenden Mitarbeiter auf die saftige Lohnerhöhung nun doch verzichten müssen.
