Spät, aber doch hat sich Tirols Ex-Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) nun für seine Entscheidungen in der Corona-Pandemie entschuldigt.
“Möchte mich in aller Form entschuldigen”
Bei einer Ehrung, Platter erhielt am Dienstag mit dem Ring des Landes Tirol die höchste Auszeichnung des Bundeslandes, sagte er wörtlich in Richtung jener, „die ich damals verletzt habe und die sich heute noch verletzt fühlen“:
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Weitere InformationenEs tut mir leid – und ich möchte mich in aller Form dafür entschuldigen.
Mit Entscheidungen nicht glücklich
Platter sagte in seiner Dankesrede, dass er die Monate nach dem Februar 2022 nie vergessen werde. „Ich gebe zu, dass ich manchmal an der Belastungsgrenze angekommen war“, so der Ex- Landeshauptmann. In Tirol habe er „harte Entscheidungen“ treffen müssen und es habe auch „österreichweite Entscheidungen gegeben, mit denen ich nicht glücklich war, sie aber aus Verantwortung mitgetragen habe“.
Diese Entschuldigung von Platter wird jenen Menschen, die – weil sie sich nicht impfen lassen wollten – ihren Job verloren haben, oder sich gegen ihrer Überzeugung impfen ließen, um die Arbeit nicht zu verlieren, auch nicht mehr helfen.
Keine Entschuldigung auf offizieller Landtags-Seite
Interessant: Auf der offiziellen Webseite des Tiroler Landtags, auf der über Platters Ehrung groß berichtet wurde, kam diese Entschuldigungs-Rede vom Ex-Landeshauptmann überhaupt nicht vor. Lediglich die Tiroler Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP) wurde zitiert, die davon sprach, dass Günther Platter große Herausforderungen – von der Finanzkrise über die Flüchtlingsbewegung 2015 bis hin zur Corona-Pandemie – meistern musste.
