Mit einer deutlichen Zweitdrittelmehrheit von 67 Prozent stimmten die Bürger des Schweizer Kantons St.Gallen für ein Burkaverbot im öffentlichen Raum. Damit ist St.Gallen bereits der zweite Kanton, der ein solches Verbot beschlossen hat. Im Jahr 2016 war das Tessin Vorreiter für ein solches Verbot mit einem entsprechenden Volksvotum. Nun soll es nach den Wünschen der nationalkonservativen Schweizer Volkspartei (SVP) und einer Volksinitiative zu einem Burkaverbot in der Gesamtschweiz kommen.
Vorreiter dabei ist der SVP-Nationalratsabgeordnete Walter Wobmann, der auch im Komitee dieser Volksinitiative sitzt und die Notwendigkeit einer gesamtschweizerischen Lösung betont. Damit sollen 26 unterschiedliche Kantonsregelungen endlich abgelöst werden.
Islamischer Zentralrat gegen Burkaverbot in der Schweiz
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenErwartungsgemäß negativ fiel die Reaktion des Islamischen Zentralrats in der Schweiz zum eindeutigen Votum der St.Gallener Bürger aus. Das Zentralratsmitglied Nora Illi untermauerte ihre Kritik an der neuen Regelung sogar damit, dass sie sich selbst in den sozialen Medien mit Vollverschleierung abbilden ließ. Gleichzeitig forderte sie ihre islamischen Schwestern dazu auf, weiterhin Schleier zu tragen.
