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Hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj 2023 einem vorzeitigen Kriegsende bewusst nicht zugestimmt?

Hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj 2023 einem vorzeitigen Kriegsende bewusst nicht zugestimmt?

Geheime Gespräche: Hätte der Ukraine-Krieg Anfang 2023 beendet werden können?

Nach Berichten der Financial Times kam nun heraus, dass inoffizielle Vermittler aus den USA, Deutschland und der Ukraine Anfang 2023 einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges erarbeitet hatten. Kern des Entwurfs war ein Rückzug Russlands aus großen Teilen der seit Februar 2022 besetzten Gebiete. Im Gegenzug sollte die Ukraine die russische Kontrolle über die Krim anerkennen und auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten. Alternative Sicherheitsgarantien sowie ein angestrebter EU-Beitritt der Ukraine sollten hingegen Teil des Paktes bleiben.

Reaktionen in Moskau, Kiew und Washington

Der Vermittlungsvorschlag wurde den Angaben zufolge sowohl der Führung in Moskau als auch Kiew vorgelegt. Während Wladimir Putin grundsätzliche Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert haben soll, lehnte die ukrainische Führung die geforderten territorialen Zugeständnisse ab. Auch seitens der US-Regierung gab es keine Unterstützung für diesen inoffiziellen Verhandlungskanal, weshalb die Initiative nicht weiterverfolgt wurde. Ob der Entwurf tatsächlich zu einem dauerhaften und tragfähigen Frieden geführt hätte, bleibt unklar.

Politische Debatte über verpasste diplomatische Chancen

Die Enthüllungen heizen aber in jedem Fall die politische Diskussion über die westliche Diplomatie im Ukraine-Krieg erneut an. Vertreter des Bündnisses Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW), darunter der sachsen-anhaltische Fraktionsvorsitzende Thomas Schulze, fordern genauso wie die AfD eine genaue Prüfung der damaligen Vorgänge. Die beiden Parteien drängen auf einen sofortigen Waffenstillstand sowie auf verlässliche Friedensverhandlungen, um das Leiden der Zivilisten zu beenden.

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