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Während Ausländer rund 15 Prozent der Bevölkerung stellen, dominieren sie die offenen Haftbefehle klar.

Während Ausländer rund 15 Prozent der Bevölkerung stellen, dominieren sie die offenen Haftbefehle klar.

148.000 offene Haftbefehle: 87,3 Prozent davon haben keinen deutschen Pass

Mehr als 148.000 Menschen werden in Deutschland mit offenem Haftbefehl gesucht. 87,3 Prozent von ihnen besitzen keinen ausschließlich deutschen Pass, obwohl Nicht-Staatsangehörige nur etwa 15 Prozent der Bevölkerung stellen. Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Sebastian Münzenmaier und liegen der Welt vor.

Die Daten aus dem Innenministerium

Zum Stichtag 1. Juli 2026 waren im polizeilichen Informationssystem INPOL-Z 148.311 Personen mit nicht vollstreckten Haftbefehlen erfasst. Davon hatten 11,2 Prozent ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit – das sind 16.671 Personen. Weitere 1,5 Prozent besitzen neben dem deutschen Pass eine zweite Staatsbürgerschaft.

Die größte ausländische Gruppe bilden Rumänen mit 16.123 Gesuchten, gefolgt von Polen (12.721), Georgiern (6.869) und Türken (6.696). Münzenmaier sagte der Welt:

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die überwältigende Mehrheit der mit Haftbefehl gesuchten Straftäter hat keinen deutschen Pass.

Er verlangt dauerhafte und lückenlose Grenzkontrollen, die umgehende Beendigung des Aufenthalts straffälliger Ausländer und die Vollstreckung von Haftstrafen in den Herkunftsländern.

Polizeigewerkschaft und politische Reaktionen

Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, bezeichnete die Zahlen als besorgniserregend. Sie stellten „selbstverständlich ein sicherheitspolitisches Problem dar“. Zugleich wies er darauf hin, dass Personalmangel die Polizeien der Länder daran hindere, die Gesuchten gezielt aufzuspüren – Festnahmen erfolgten häufig nur als Zufallstreffer. Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, betonte, jeder offene Haftbefehl sei ein Sicherheitsrisiko.

Seit Beginn der Grenzkontrollen im September 2024 seien mehr als 17.500 Personen mit offenen Haftbefehlen aufgegriffen worden. Die Bundesregierung selbst verweist darauf, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt und Deutsche bei Neuerfassungen häufiger vertreten sind, weil sie leichter gefunden werden. Die absolute Dominanz ausländischer Staatsangehöriger im Bestand bleibt jedoch bestehen.

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