Österreichs Finanzminister Markus Marterbauer lobt seinen sozialistischen Parteifreund Pedro Sánchez und betrachtet die Ceuta-Frage als „gut gemeistert“.

3. August 2026 / 12:26 Uhr

Lob für den Chaos-Manager: SPÖ-Finanzminister Marterbauer feiert Sánchez nach Ceuta-Ansturm

Zehntausende Illegale stürmten die spanische Exklave Ceuta und randalierten. Österreichs Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) greift währenddessen zum Lob. Statt Kritik am Kontrollverlust und an den ungeschützten Grenzen postet der Minister eine Hymne auf Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und nennt die Ceuta-Frage ausdrücklich „gut gemeistert“.

Sozialist zeichnet Sozialisten aus

Das Posting, das auf Bluesky und anderen Kanälen kursiert, listet die vermeintlichen Erfolge des Sozialisten auf: beeindruckende Wirtschaftsdaten, bessere Krisenbewältigung seit 2000 als Österreich, verteilungspolitische Akzente wie steigende Mindestlöhne, aktives Vorgehen gegen die Klimakrise, Widerstand gegen Trump und proeuropäische Haltung. Am Ende steht der Satz, Sánchez habe europäische Solidarität verdient. Die Bilder von Menschenmassen, die den Grenzzaun und die Küste überwinden, scheinen für den Finanzminister kein Problem zu sein.

🇪🇸 Ministerpräsident Pedro Sánchez:
– beeindruckende Wirtschaftsdaten
– Krisen seit 2000 gut bewältigt, besser als 🇦🇹
– verteilungspol Akzente (zB Mindestlöhne ⬆️)
– aktiv gegen Klimakrise
– bietet Trump die Stirn
– Ceuta-Frage gut gemeistert
– proeuropäisch & hat europäische Solidarität verdient

— Markus Marterbauer (@markusmarterbauer.bsky.social) 2. August 2026 um 16:28

Zahlen, die sich widersprechen

Nach verschiedenen Angaben kamen vor allem an einem Mittwoch und Donnerstag zwischen 50.000 und 60.000 Menschen aus Marokko in die Exklave – viele schwimmend, andere über den Zaun. Spanische Behörden sprechen von mindestens 72 geborgenen Toten auf ihrer Seite, marokkanische Stellen von elf. Menschenrechtsgruppen nennen höhere Zahlen und Vermisste. Die offiziellen spanischen Angaben melden, fast alle seien wieder zurückgekehrt – mehr als 48.000 binnen kurzer Zeit. Lokale Verantwortliche und Beobachter vor Ort sprechen dagegen von Tausenden, die noch in der Stadt seien oder sich versteckt hielten. Korrespondenten äußern Zweifel an den offiziellen Rückkehrzahlen. Die Lage in Ceuta selbst wird von den Behörden als weitgehend entspannt beschrieben, doch die politische Nachwirkung in der EU hält an.

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