Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, flirtet mit der Linkspartei. Diese hält von Günthers Partei allerdings wenig.

22. Juni 2026 / 11:18 Uhr

Blockparteien streiten sich wegen Faschismusvorwurf

Für die Zeit nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern plant die CDU bereits eine Zusammenarbeit mit allen anderen Altparteien. Verhindern ließe sich diese Einheitsfront nur durch eine starke AfD-Alleinregierung in den ostdeutschen Bundesländern.

Blockparteien oder AfD

Dafür müsste die AfD bei den ostdeutschen Wahlen knapp 45 Prozent einfahren. Und natürlich müsste die Einheitsfront der Blockparteien halten. Darum kommt der neue linke Parteichef Luigi Pantisano für die CDU zur Unzeit. Er behauptete am Wochenende auf dem Parteitag der Linken, es gäbe “gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst”.


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Damit spielt er wohl auf die halbherzigen Lippenbekenntnisse der Union in Sachen Grenzschutz an, wobei hier den Worten der CDU/CSU wie immer keine Taten folgen. Pantisano fährt mit seinem Faschismusvorwurf in Richtung der Union jedoch ausgerechnet dem CDU-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, in die Parade.

Günther kritisiert Pantisano

Günther fordert seit Jahren eine Koalition mit der Linkspartei. Während sich die gesamte Parteispitze um Kanzler Friedrich Merz (CDU) nicht zu den Folgen der Faschismusvorwürfe für eine mögliche ausgedehnte Zusammenarbeit im Herbst äußern wollte, zeigte sich Günther sehr enttäuscht. Aber auch der in der Partei oft als “Genosse Günther” verspottete Politiker will einer weiteren Zusammenarbeit mit der Linken im Herbst trotzdem keine Absage erteilen. Er forderte stattdessen in Pantisanos schnellen Rücktritt. Jemand wie Pantisano könne “für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein”. Er sollte sich “schnellstmöglich aus der Politik verabschieden”.

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