Kaum ein anderer Politiker in Österreich hat am Europatag, dem 9. Mai, über die Europäische Union so geschwärmt wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Wer seinem „Europa-Patriotismus“ in den sozialen Medien verfolgte, bekam den Eindruck, dass das Staatsoberhaupt mittlerweile in einer Parallelwelt lebt.
Wohlstand und Frieden
Europa sei entstanden aus der Liebe zum Frieden, schrieb Van der Bellen auf Facebook. Statt gegeneinander Krieg zu führen, hätten „wir“ uns für die Zusammenarbeit entschieden. Und für ein Leben in Freiheit, Wohlstand und Frieden. Seit nunmehr genau 76 Jahren.Â
Der Bundespräsident sprach nicht von der Europäischen Union, sondern bewusst von Europa. Da gibt es aber noch immer ein gewaltigen Unterschied, zumal viele Staaten in Europa, etwa Russland oder Norwegen, keine Mitgliedsstaaten der EU sind.Â
Von Frieden keine Spur
Hat Van der Bellen da nicht etwas übersehen? Europa ist in den vergangenen Jahren von Kriegen nur so erschüttert worden. Tote in Serbien, Kroatien, Slowenien und Mazedonien als Jugoslawien zu Brüche ging. Sinnloses Sterben seit dem Einmarsch von Russland in die Ukraine. Von Frieden keine Spur, von Wohlstand schon gar nicht!
Nur noch Predigt von der Kanzler herab
Salbungsvolle Worte sind in den sozialen Medien schnell geschrieben. Kritischen Fragen der Journalisten entzieht sich das Staatsoberhaupt damit. Dieser will österreichischen Medien keine Interviews mehr geben, was dem Kronen-Zeitung-Chefredakteur Klaus Herrmann missfällt. Er schrieb:
Der höchste Vertreter des Volkes gibt österreichischen Medien keine Interviews mehr, lässt dafür (halb-)lustige Videos in chinesischen oder US-amerikanischen sozialen Medien veröffentlichen.
Wenn Van der Bellen glaubt, dass er sich mit dieser Strategie nur noch auf die sprichwörtliche Predigt von der Kanzel herab zurückziehen kann, ohne sich unangenehmen Fragen stellen zu müssen, hat sich das Staatsoberhaupt allerdings getäuscht.Â
Das Internet ist viel gnadenloser, als es die heimischen Journalisten sind. So haben Kommentarschreiber die Arbeit der Medienvertreter übernommen und Folgendes zu Van der Bellens EU-Schwärmerei geschrieben:
„Treten Sie dem Trampel in den Allerwertesten“
Vom Gedanken her ist die Idee gut. Aber in der Praxis läuft das Konstrukt schon die längste Zeit aus dem Ruder.
Eine EWG hat vollkommen gereicht. EU war von Anfang an nichts anderes als ein teures teures Konstrukt, welches die Länder angleichen wollte. Nämlich nach unten.
Nein, sorry… wenn man verfolgt was Von der Leyen tut, fühl ich mich als Österreicherin betrogen! Nichts gegen Sie, Herr Bundespräsident, aber bitte treten Sie dem Trampel und ihrem Gefolge mal in den Allerwertesten! Europa ist nicht für uns da! Und unsere überbezahlten Politiker auch nicht! Wer scheisst sich darum, ob wir kleinen Leute noch unser Essen bezahlen können, obwohl wir hier arbeiten und Steuern bezahlen! Oder betreffend unserer Rentner bezahlt haben? NIEMAND!!!
So lieb gesprochen, Herr VdB. Aber schauen Sie sich an, wie hart das Leben in unserer Heimat geworden ist. Ein Schuldenberg, den wir als rechtschaffene Bürger nicht zu verantworten, wohl aber zu bezahlen haben. Die Wirtschaft krankt, täglich verlieren 100te oder mehr Österreicher ihre Arbeitsstellen und rutschen in die Armut. Wir haben ein ganzes Heer von fremden Menschen ins Land bekommen, die uns Milliarden kosten. Außerdem handelt diese Regierung verantwortungslos. Es ist der Eindruck entstanden, dass diese Leute für ihre horrende Saläre und Privilegien arbeiten, aber nicht mehr für unsere Heimat, die Österreicher und Österreicherinnen. Bitte, Herr Präsident, unternehmen Sie dagegen etwas.

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