Der Podcast-Auftritt von Björn Höcke bei „ungeskriptet“ mit Benjamin Berndt verzeichnete über drei Millionen Aufrufe. Gar nicht erfreut darüber zeigte sich Saskia Esken (SPD): Sie reagierte mit einem Boykottaufruf, den Focus-Journalist Jan Fleischhauer als Zeichen linker Schwäche wertet.
Esken fordert Boykott unliebsamer Medien
„Einem Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten, ungeskriptet und unwidersprochen“ – darüber erregte sich Esken. Unternehmen, deren Werbung in einem solchen Podcast ausgespielt würde, sollten mal schauen, wie sich das abstellen lasse, meinte sie.
„Niemand dürfe mehr in diesen Podcast gehen, weil dort einmal Björn Höcke zu Gast war“ – so fasst Esken ihre Forderung nach Ansicht von Fleischhauer zusammen. Zudem habe sie an die Werbewirtschaft appelliert: „Dort dürfe keine Werbung mehr stattfinden, um ihnen finanziell den Stecker zu ziehen.“ Ziel sei es, den digitalen Raum durch den Ausschluss abweichender Stimmen „neu zu ordnen“.
Linkes Lager will digitalen Raum neu ordnen
Für Fleischhauer steht fest, dass das linke Lager den digitalen Raum neu ordnen wolle. Er bezeichnet diesen Ansatz als „undemokratisch“ und nennt das Verhalten der ehemaligen SPD-Vorsitzenden einen „Ausdruck der Ohnmacht, die man im linken Lager empfindet“. Podcasts seien „superdemokratisch“, da „die Eintrittsbarriere relativ gering“ sei – jeder könne sich beteiligen. Anstatt die gewünschte Wirkung zu erzielen, löse der Boykott den sogenannten „Streisand-Effekt“ aus: „Wer aufgefordert wird, nicht hinzuschauen, schaut erst recht hin.“
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