In Mombasa, Kenias wichtigster Hafenstadt, sorgt die Bürokratie für Chaos; die Blockade der Straße von Hormus verschärft die Lage zusätzlich.

8. Mai 2026 / 14:39 Uhr

Benzin-Krise: Hafen-Chaos sorgt für leere Tankstellen

Seit Anfang Mai kämpft Kenia mit einem akuten Benzin- und Dieselmangel. Ursache sind Verzögerungen bei der Frachtfreigabe durch das Kenyia Bureau of Standards (KEBS) im Hafen von Mombasa. Tankstellen in Nairobi und anderen Städten gehen zunehmend leer aus, während globale Lieferkettenprobleme infolge der Nahost-Konflikte die Lage zusätzlich verschärfen.

Fehlende Bescheinigungen und Panikkäufe

Schiffe wie die MT Santhia mit 121.000 m³ Benzin und die MT Minerva Pisces mit 85.000 m³ Diesel warteten zuletzt stundenlang auf ihre Freigabe, da erforderliche Konformitätsbescheinigungen (CoC) fehlten. Besonders betroffen sind große Importeure wie Vivo Energy, Rubis Energy Kenya und TotalEnergies. Gleichzeitig verschärfen Panikkäufe den Druck auf die Versorgungslage. Die Regierung hob die Schwefelgrenzwerte vorübergehend für sechs Monate von 10 parts per million (ppm) auf 50 ppm an, um zusätzliche Bezugsquellen erschließen zu können.

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung


Tankstellen ohne Benzin

In Nairobi sind inzwischen mehr als 60 Prozent der Tankstellen trocken. An verbleibenden Stationen bilden sich lange Warteschlangen, viele Fahrer greifen notgedrungen zu teurerem Premiumkraftstoff wie V-Power. Sammeltaxis erhöhen ihre Preise, der öffentliche Verkehr gerät ins Stocken, zugleich nimmt das Verkehrsaufkommen ironischerweise ab.

Hormus-Krise verschärft die Lage

Zusätzlich belasten Spannungen im Nahen Osten die globale Ölversorgung. Die Blockade der Straße von Hormus beeinträchtigt rund 25 Prozent der weltweiten Öllieferungen. Kenia, das stark auf staatliche Lieferabkommen mit Golfstaaten angewiesen ist, sucht inzwischen nach alternativen Bezugsquellen. Die aktuellen Reserven sollen noch etwa 19 Tage reichen; weitere Tanker wie die STI Park und die MT Fortitude werden erwartet. Die Behörden rechnen mit einer schrittweisen Entspannung der Lage, warnen jedoch weiterhin vor Panikkäufen.

Die Krise trifft die kenianische Wirtschaft empfindlich: Transportkosten steigen, industrielle Abläufe geraten unter Druck und die Lebenshaltungskosten ziehen weiter an. Experten sehen darin auch strukturelle Probleme wie die hohe Importabhängigkeit und chronische Engpässe im Hafenbetrieb und fordern eine stärkere Diversifizierung der Energieversorgung.

POLITISCHE ANZEIGE der Fraktion Europa souveräner Nationen (ESN). Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung


Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Politik aktuell

8.

Mai

15:54 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Niemand kann es mehr leugnen: Jetzt spricht sogar der Mainstream darüber!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.