Jens Spahn stellt sich gegen eine Bremse bei den Abgeordnetendiäten. Der Unionsfraktionschef pocht auf den automatischen Anstieg, damit der Beruf Politiker „attraktiv“ bleibe.

7. Mai 2026 / 16:49 Uhr

„Attraktiv für Politiker“: Jens Spahn will weitere Erhöhung von Politikergehältern

Jens Spahn hat sich klar gegen eine Aussetzung der nächsten Diäten-Erhöhung für Bundestagsabgeordnete positioniert. Der Unionsfraktionschef und CDU-Politiker sprach sich am 6.Mai in der ARD-Talksendung maischberger dafür aus, am bestehenden automatischen Anpassungsmechanismus festzuhalten. Dieser koppelt die Abgeordnetenbezüge an die allgemeine Lohn- und Rentenentwicklung.

Spahn argumentierte, man habe „einen guten, funktionierenden Mechanismus“, an dem er festhalten wolle. Die Bezahlung müsse insgesamt so gestaltet sein, „dass es attraktiv ist, sich dort auch zu engagieren“. Eine Bremse oder Aussetzung der turnusmäßigen Erhöhung lehnt er damit ab.

Automatismus in der Kritik

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Die Debatte um die Abgeordnetendiäten flammt regelmäßig auf, besonders wenn breite Bevölkerungsteile mit Nullrunden, moderaten Tarifabschlüssen oder direkten Belastungen konfrontiert sind. Der aktuelle Monatsbetrag liegt bei rund 11.227 Euro, eine weitere Anpassung steht an. Union und SPD haben den Automatismus in der Vergangenheit verteidigt, weil er politische Willkür bei der eigenen Bezahlung vermeiden soll. Kritiker sehen darin jedoch ein Instrument der politischen Selbstbedienung, das wenig Rücksicht auf die reale Lage vieler Bürger nimmt.

In der schwarz-roten Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die seit dem 6. Mai 2025 im Amt ist, gibt es ohnehin Reibungen bei Reformen, Haushalt und Wahrnehmung in der Bevölkerung. Die Debatte um die Diäten trifft da auf besonderes Echo: Während die Regierung Sparsamkeit und Strukturreformen einfordert, pocht ein führender Unionsmann auf unveränderte Anpassungen für die Volksvertreter.

Fraktionschef mit klarer Linie

Spahn, seit Jahren eine zentrale Figur in der Union und aktuell Fraktionsvorsitzender, betonte den langfristigen Charakter des Mandats. Wer gute Leute für die Politik gewinnen wolle, dürfe die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, so seine Position. Diese Haltung steht in der Tradition, in der beide großen Koalitionspartner den Automatismus stützen. AfD und Linke haben sich hingegen wiederholt gegen weitere Erhöhungen ausgesprochen.

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