Die Tageszeitung Österreich setzte heute, Mittwoch, ein Gerücht in die Welt, die bei manchen wohl für Schnappatmung sorgen wird. Demnach soll ÖVP-Kanzler Christian Stocker die frühere Vizekanzlerin Susanne Riess-Hahn (66) getroffen und ihr das Angebot, ORF-Generaldirektorin zu werden, unterbreitet haben.Â
Nur Ablenkung von wahren Problemen?
Lenkt Stocker und die ÖVP mit dieser Aktion von den wahren Problemen in der Republik nur ab, oder steckt doch mehr dahinter? Im Mai wird man es wissen, denn da läuft die Bewerbungsfrist für die Nachfolge des unrühmlich vom Küniglberg gejagten Roland Weißmann aus. Oe24 berichtete jedenfalls, dass Stocker ausgelotet haben soll, ob die jetzige Wüstenrot-Generaldirektorin Interesse an diesem Job hätte.Â
Persona non grata in der FPÖ
Riess-Hahn war von 2000 bis 2003, damals noch unter dem Namen Susanne Riess-Passer, Vizekanzlerin in der Bundesregierung von Wolfgang Schüssel I und einstige Bundesparteiobfrau der FPÖ. Seit ihrem Austritt aus der FPÖ am 25. März 2005 trägt sie die Bürde mit sich, das eigene Wohl vor dem Schicksal der Partei gestellt zu haben. In blauen Kreisen gilt sie seither als Persona non grata.
Lukrativer Zusatzverdienst für Ehemann
Wenn Stocker tatsächlich um Riess-Hahn als ÖVP-nahe ORF-Generaldirektorin wirbt, tritt er damit die nächste Neid-Debatte los. Denn die ÖVP musste sich schon den Vorwurf gefallen lassen, für den Ehemann der Wüstenrot-Chefin, dem 68-jährigen Luxuspensionisten Johannes Hahn, den begehrtesten Nebenjob vermittelt zu haben. Wie berichtet, trat der Ex-EU-Kommissar der ÖVP (von 2014 bis 2024) die Nachfolge von Ex-Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer als Präsident des Generalrats der Österreichischen Nationalbank an – mit einem Zusatzverdienst von 88.000 Euro brutto im Jahr.Â
POLITISCHE ANZEIGE der FREIHEITLICHEN PARTEI ÖSTERREICH (FPÖ). Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung




