Vor zehn Jahren demonstrierten erstmals Bürger im großen Stil mit der FPÖ in Wien-Liesing gegen ein geplantes Asylheim. Manche bewerten diese Veranstaltung als Vorbild der späteren Corona-Demos.
Es war der 14. März 2016, als die Freiheitlichen zu einer Großdemo gegen ein Flüchtlings-Massenquartier in der Ziedlergasse in Wien-Liesing aufgerufen hatten. Mehrere tausend Menschen nahmen daran teil. Ziel war es, das Flüchtlingsheim zu verhindern oder es zum sichersten Ort des Bezirks zu machen. Zweiteres gelang, und zudem konnte verhindert werden, dass die ursprünglich geplante Belegungszahl von 700 nie umgesetzt wurde.Â

Strache anfangs gegen Demo
„Das Ganze war natürlich eine große Herausforderung für die Funktionäre“, erinnert sich Bezirksparteiobmann und FPÖ-Landtagsabgeordneter Roman Schmid an die Zeit vor zehn Jahren. Bemerkenswert:
Auch parteiintern war es nicht einfach. Es war nicht so, dass gleich alle begeistert waren. Der damalige FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache wollte anfangs nicht. Er war sich unsicher, ob das funktioniert. Wir haben gesagt, dann machen wir es allein. Am Ende hat er auch bei der Demo gesprochen und kurze Zeit darauf hat man in Floridsdorf eine ähnliche Demo organisiert.
Kameradschaft gestärkt
Diese Zeit habe auch sein Leben nachhaltig geprägt, sagte Schmid gegenüber unzensuriert. Es seien sehr viele Bürger-Kontakte und Freundschaften entstanden, die bis heute bestehen würden. Und mit dieser Aktion wäre die Kameradschaft in der FPÖ Liesing „unheimlich gestärkt“ worden.Â


