Vakzine zerbrochene Flasche

Österreich kauft noch immer im großen Stil Corona-Impfdosen ein – die dann für viel Geld vernichtet werden müssen, weil kaum Nachfrage besteht.

28. Jänner 2026 / 15:22 Uhr

Vakzine werden weiter eingekauft: Entsorgung von Corona-Impfdosen kostete Millionen

Die Corona-Pandemie ist vorbei, Nachfrage nach Impfungen gegen das Virus besteht praktisch nicht mehr – und trotzdem gibt Österreich weiterhin Millionen für die Vakzine aus. Die Republik bleibt nämlich weiterhin an alte Corona-Impfstoffverträge gebunden und muss deshalb große Mengen an Dosen abnehmen.

Österreich an fragwürdige Verträge gebunden

Wie im Gesundheitsausschuss des Nationalrats am gestrigen Dienstag bekannt wurde, sind im Jahr 2025 rund 1,5 Millionen Impfdosen geliefert worden; heuer sollen weitere 270.000 Dosen folgen. Da nur ein Bruchteil tatsächlich verimpft wird, entstehen dem Staat hohe Zusatzkosten: Zwischen Jänner und August 2025 fielen laut SPÖ-Staatssekretärin Ulrike Königsberger‑Ludwig 2,9 Millionen  Euro allein für Lagerung und Entsorgung an. Sie verwies darauf, dass diese Ausgaben auf noch laufende vertragliche Verpflichtungen aus der Pandemiezeit zurückgehen.

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Millionen an Steuergeldern versenkt

Die FPÖ sprach im Ausschuss von einer „horrenden Verschwendung von Steuergeld“, während die Regierung auf strukturelle Reformen im Gesundheitswesen verweist. Eine neue „Reformpartnerschaft“ soll bis Ende April Vorschläge liefern – unter anderem zur Modernisierung der Notrufnummer 1450, zur Stärkung von Primärversorgungseinheiten sowie zur stärkeren Einbindung von Wahlärzten ins Kassensystem.

Parallel dazu verlagern sich Corona-Impfungen immer stärker in den niedergelassenen Bereich: Rund 90 Prozent aller Impfungen werden inzwischen dort durchgeführt.

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