ORF-Generaldirektor Roland Weißmann verdient mit 427.000 Euro brutto pro Jahr sogar mehr als der Bundeskanzler – aber auch die anderen Mitarbeiter des Staatssenders können sich über ihre Gehälter nicht beschweren.

ORF

3. Jänner 2026 / 09:07 Uhr

Gagen-Exzesse beim ORF: Gehälter erneut deutlich erhöht

Der ORF ist auch 2024 wieder außerordentlich großzügig gegenüber seinen Mitarbeitern. Das zeigt der Bericht des Rechnungshofs über die „durchschnittlichen Einkommen und zusätzlichen Leistungen für Pensionen der öffentlichen Wirtschaft des Bundes 2023 und 2024“. Die ohnehin schon spektakulären Löhne sind erneut gestiegen – der durchschnittliche Bedienstete des Staatsfunks verdient nun im Schnitt sogar knapp 100.000 Euro.

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ORF-Generaldirektor verdient mehr als Kanzler

Laut Rechnungshof verdienen die 14 ORF-Direktoren im Schnitt 251.300 Euro jährlich. Nicht berücksichtigt wurde dabei der Generaldirektor selbst. Roland Weißmann erhält laut Bericht 427.000 Euro (!) brutto pro Jahr – und liegt damit über dem Einkommen des Bundeskanzlers, der auf 342.760 Euro jährlich kommt.

Rekordgehälter stiegen um sieben Prozent

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Auch die restliche Belegschaft verdient überdurchschnittlich gut. Das Durchschnittseinkommen der rund 2.927 ORF-Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) lag 2024 bei 99.200 Euro brutto im Jahr, das entspricht 7.140 Euro monatlich. In der gesamten Medienbranche liegt das Durchschnittsgehalt laut Rechnungshof bei 55.000 Euro – der ORF zahlt also rund 89 Prozent mehr. Dennoch stiegen die ORF-Gagen von 2023 auf 2024 noch einmal um satte sieben Prozent.

Reform ist überfällig: Haushaltsabgabe abschaffen

Das führte zu Empörung in der Politik: „Kein einziger Österreicher hat Verständnis für den zwangssteuerfinanzierten Luxusgagensumpf am Küniglberg. Eine Reform des ORF zu einem verschlankten Grundfunk ist überfällig, die Haushaltsabgabe muss weg!“, forderte etwa FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker.

Derartig hohe Gehälter, die im Schnitt um 89 Prozent über dem Branchendurchschnitt liegen, würden in Kombination mit der Zwangssteuer nicht nur einen Schlag ins Gesicht der Bevölkerung darstellen, sondern auch wettbewerbsverzerrend gegenüber anderen, privaten Medien wirken. „Darüber sollte sich ein selbsternannter Medienexperte, der bekanntlich 2024 am SPÖ-Wahlprogramm mitgearbeitet hat, eher Gedanken machen, anstatt sich aus vermeintlich objektiver Perspektive schützend vor den ORF-Privilegienstadl zu stellen und sich vorgeblich um die Medienvielfalt zu sorgen“, führte Hafenecker mit Bezug auf aktuelle Aussagen des Reporter-ohne-Grenzen-Präsidenten gegenüber der APA aus.

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