Angela Merkel gilt als Mutter der vielen Probleme Deutschlands: Von der Überfremdung bis zur Wirtschaftspolitik.

2. November 2024 / 16:45 Uhr

Abrechnung mit Merkel: „The Economist“ geht mit Wirtschaftspolitik hart ins Gericht

Im November erscheinen die Memoiren von Angela Merkel (CDU), der ehemaligen Bundeskanzlerin. Das Buch wird in 30 Ländern verfügbar sein.

700 Seiten Tatenlosigkeit

Schon vor der Veröffentlichung der 700 Seiten langen Autobiografie haben Medien zu Merkels Erbe Stellung genommen, so der britische Economist. Und die Analyse stellt der Langzeitkanzlerin ein schlechtes Zeugnis aus. Man erwartet nicht viel Inhalt, eher Belanglosigkeit.

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So, wie auch ihre Politik von einer „strategischen Tatenlosigkeit“ gekennzeichnet war, so das Wirtschaftsmagazin. Merkel habe die bundesdeutsche Wirtschaft zwar stabilisiert, aber nicht für die Zukunft aufgestellt. Das Wochenmagazin nennt ihren Führungsstil „Durchwurschtel-Politik“.

Keine Investitionen in die Zukunft

Letztlich habe Merkel die Hauptlast daran, dass die Bundesrepublik heute als „der kranke Mann Europas“ dasteht. Sie habe stets abgewartet – der Economist erfindet dafür das Wort „merkeln“, während andere Volkswirtschaften Innovationen anstießen.

Deutschland stehe daher auf einem zunehmend brüchigen Fundament, nicht zuletzt, weil die Phase der Null-Zins-Politik nicht für dringend nötige Investitionen genutzt wurde. Die Infrastruktur ist marode, die Brücken stürzen buchstäblich ein, das Bahnsystem befinde sich in einem erbärmlichen Zustand.

Ernüchternde Bilanz

All das habe auch negative Auswirkungen auf die anderen Volkswirtschaften in Europa, deren Lokomotive, Deutschland, seit vielen Jahren stottert. Und so kommt der Economist zu der Bewertung von Merkels Wirtschaftspolitik:

Diejenigen, die sich fragen, wie Europa in die gegenwärtige Misere geraten ist, werden zu Recht auf die Amtszeit von Frau Merkel schauen.

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