Der ehemalige sozialistische Premier Portugals, José Sócrates, bleibt in Untersuchungshaft. Das hat ein Untersuchungsrichter in Lissabon entschieden. Der Ex-Premier war am 22. November 2014 wegen des Verdachts der Korruption, Steuerhinterziehung und Geldwäsche durch die portugiesische Polizei verhaftet worden.
Im Visier der Ermittler stehen dubiose Geschäfte des Sozialisten Sócrates nach seiner politischen Laufbahn. Es geht um einen Kredit, einen Beratervertrag, Immobiliengeschäfte und Geldtransfers im Umfeld des Ex-Premiers.
20-Millionen-Konto als Finanzdrehscheibe für Sócrates
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Weitere InformationenDie ermittelnden Behörden interessieren sich vor allem für ein dubioses 20-Millionen-Euro-Konto bei der maroden Banco EspÃrito Santo. Von diesem Konto, das offiziell einem Jugendfreund von Sócrates gehört, sollen Immobiliengeschäfte im großen Stil finanziert worden sein. Gleichzeitig soll Sócrates über einen sogenannten “Beratervertrag” bei der Pharma-Firma Octopharma tätig gewesen sein.
Die Behörden interessieren sich nun für eine ganze Reihe von Geschäften, die im familiären und freundschaftlichen Umfeld von Sócrates getätigt worden sind. Dabei haben hohe Bargeldbeträge Monat für Monat den Besitzer gewechselt.
