„Was ist in diese Frau gefahren?“, fragten sich gestern, Montag, viele Zuseher des ORF-Sommergesprächs. Simone Stribl disqualifizierte sich – wie berichtet – mit unlauteren Fragen an FPÖ-Chef Herbert Kickl. „Plagiatsjäger“ Stefan Weber wirft ihr heute, Dienstag, auf X sogar Desinformation vor.
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Weitere Informationen“Das ist Desinformation”
Weber schrieb auf dem Kurznachrichtendienst:
Simone Stribl sagte im ORF-Sommerinterview mit Herbert Kickl, die AfD Sachsen-Anhalt habe im Wahlprogramm „kulturfremde Arbeitskräfte loswerden“ stehen. Das ist Desinformation. Tatsächlich steht im Programm auf S. 40: „Die Anwerbung kulturfremder Fachkräfte zur Lösung von Engpässen auf dem Arbeitsmarkt führt zu unerwünschten Folgeproblemen“. Von einem „Loswerden“, also einer Art Rückführung ist an keiner Stelle die Rede.
Nächste Behauptung falsch
Weber hat noch eine weitere Desinformation im ORF-Sommergespräch publik gemacht. Stribl hatte behauptet, Kickl habe die AfD als Schwesterpartei bezeichnet. Der „Plagiatsjäger“ prüfte nach und kam zum Schluss: Das Wort „Schwesterpartei“ hat Kickl nie verwendet.
Whistleblower als journalistische Quelle
Schlecht recherchiert, Frau Stribl? Mit diesen Feststellungen von Stefan Weber rücken auch andere Behauptungen der ORF-Moderatorin in ein anderes Licht. Stribl hatte im Zusammenhang mit den „Identitären“ mehrfach auf Standard-Berichte verwiesen und gemeint, hier handle es sich um „journalistische Recherchen“. Tatsächlich konnte sie keinen einzigen Beweis für ihre Vorhalte vorlegen, zumal sich Der Standard in seinen Berichten auf angebliche Whistleblower berufen hatte.
Artikel von politischen Aktivisten als Fakten
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zeigte sich vor allem über die Themenauswahl beim ORF-Sommergespräch empört. Diese sei “unterirdisch” gewesen, schrieb er in einer Aussendung. Mehrfach habe sich die Moderatorin Susanne Stribl auf vermeintliche Fakten, die sie allesamt aus dem linken Standard hatte, berufen. Dazu sagte Hafenecker:
Dieses Medium hat offenbar den Auftrag, die FPÖ ins Visier zu nehmen. Ein leitender Redakteur des Mediums darf als politischer Aktivist bezeichnet werden. Die Berichte dieses Mediums als echte Fakten darstellen zu wollen, das geht sich nicht aus.Â
