Sechs von zehn Franzosen wollen das islamische Kopftuch aus dem öffentlichen Raum verbannen. Eine CSA-Umfrage für CNews, Europe 1 und das Journal du Dimanche trifft damit genau den Punkt, den Marine Le Pen jetzt zum Wahlkampfthema macht: Der Volkswille ist eindeutig, die Mehrheit will dieses sichtbare Zeichen politischer Islamisierung nicht im Alltag.
Le Pen zündet, die Umfrage liefert die Munition
Die Chefin des Rassemblement National hat angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs 2027 ein Referendum vorzulegen. Auf X schrieb sie, sie werde den Franzosen „ein großes Gesetz zur Bekämpfung islamistischer Ideologien“ vorlegen, „mit zahlreichen kraftvollen Maßnahmen, einschließlich der Bestrafung des islamistischen Schleiers im öffentlichen Raum“. Ihr Vertrauter Jean-Philippe Tanguy präzisierte: Wer sich nicht daran halte, solle eine Geldstrafe zahlen – „wie die Leute, die im Auto keine Gurten tragen“.
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Weitere InformationenFrauen sind mehr für ein Verbot als Männer
Genau dazu hat CSA die Franzosen befragt. 60 Prozent sind für ein Verbot des Schleiers im öffentlichen Raum, 40 Prozent dagegen. 53 Prozent halten auch eine Geldstrafe für richtig. Frauen liegen mit 62 Prozent sogar leicht über den Männern. Am deutlichsten fällt das Ja bei den 50- bis 64-Jährigen aus (67 Prozent). Nur bei den 18- bis 24-Jährigen kippt die Mehrheit: 60 Prozent in dieser Gruppe lehnen das Verbot ab. Bei den Anhängern von Rassemblement National und Reconquête stehen 92 Prozent hinter der Linie, bei den Républicains 80 Prozent. Links bricht die Zustimmung ein.
