Donald Trumps verschärfte Einwanderungspolitik hat die Bevölkerungsentwicklung der Vereinigten Staaten sichtbar verändert.
2,3 Millionen Illegale weg
Nach einer Hochrechnung des Center for Immigration Studies sank die Zahl der illegal im Land lebenden Migranten zwischen Jänner 2025 und Juli 2026 um rund 2,3 Millionen – von 15,8 auf 13,5 Millionen Menschen. Die gesamte im Ausland geborene Bevölkerung soll sogar um 2,9 Millionen zurückgegangen sein.
Keine Auswirkungen am Arbeitsmarkt
Wirtschaftlich gehen diese Menschen nicht ab. Denn nach den jüngsten Daten des US Bureau of Labor Statistics entstanden im August 2026 außerhalb der Landwirtschaft netto 162.000 zusätzliche Arbeitsplätze.
Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,1 Prozent, die Zahl der Arbeitslosen lag bei rund sieben Millionen. Auch im Jahresvergleich veränderten sich beide Werte nur wenig.
Keine fehlenden Erntehelfer
Besonders bemerkenswert ist, dass im August ausgerechnet die Gastronomie deutlich zulegte. Restaurants und Gaststätten schufen nach Angaben der Arbeitsmarktbehörde rund 59.000 Stellen. Gerade diese Branche gilt neben Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Hotellerie und Reinigung als besonders abhängig von illegalen Arbeitskräften, die teils mit falschen Papieren, fremden Sozialversicherungsnummern oder unangemeldet gegen Bargeld oder teils mit einer vorläufigen Arbeitserlaubnis arbeiten sollen.
Auch die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft brach nicht ein. Sie stieg saisonbereinigt von rund 2,22 Millionen im Juli auf etwa 2,44 Millionen im August.
Vorhergesagter Kollaps bleibt aus
Vor Trumps Amtsantritt hatten Gegner seiner Abschiebungspolitik gewarnt, massenhafte Ausreisen könnten zu Problemen im Wirtschaftsbetrieb führen. Daraus würden Produktionsausfälle, steigende Löhne, höhere Preise und schließlich eine Belastung des Wirtschaftswachstums entstehen.
Nichts davon ist eingetroffen.
Steigende Stundenlöhne
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um erwartete 3,1 Prozent. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich im zweiten Quartal 2026 auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent; im verarbeitenden Gewerbe waren es sogar 2,4 Prozent.
Grenzübertritte auf historischem Tiefstand
Parallel zu den Ausreisen ist die Zahl der illegalen Grenzübertritte stark gesunken. Das Weiße Haus erklärte, über mehrere Monate hinweg sei kein an der Grenze illegal eingereister Migrant mehr ins Landesinnere entlassen worden. Nach Angaben der Regierung wurden inzwischen mehr als 605.000 Menschen abgeschoben; weitere rund 1,9 Millionen sollen freiwillig ausgereist sein.
Das Heimatschutzministerium hatte bereits im Oktober 2025 mehr als 527.000 behördliche Abschiebungen und rund 1,6 Millionen freiwillige Ausreisen gemeldet.
