Christine Nöstlinger

Die österreichische Schriftstellerin Christine Nöstlinger (1936 bis 2018) gerät posthum ins Visier der woken Bubble.

6. August 2026 / 06:24 Uhr

„N-Wort” im Kinderbuch: Woke-Bubble zerstört sich gegenseitig wegen Autorin aus Wien (†)

Alles wegen eines Kinderbuches: Eine Influencerin will ihre Follower nun nutzen, um Kinderbücher, die nicht in ihr wokes Weltbild passen „auszusortieren“. In einem aktuellen Posting unterstellt sie der beliebten Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger (†) Rassismus – in den Kommentaren hagelt es selbst aus ihrer eigenen Bubble scharfe Kritik!

Geschäftsmodell: Linke „Bildungsinfluencerin“

Woke Gender-Ideologie, Pro-Islam und dazu Nahrungsergänzungsmittel: Als selbsternannte „Bildungsinfluencerin“ nutzt Gina Waibel (37)  ihren Social-Media-Auftritt unter dem Namen “frau_waibel” bevorzugt, um neben Werbung ihre politische Meinung kundzutun. Dabei inszeniert sie sich als ehemalige Lehrerin, die gegen Rassismus kämpft, und setzt sich für pro-muslimische Anliegen ein. So spricht sie sich in ihren Beiträgen beispielsweise auch vehement für das Tragen von Kopftüchern aus – insbesondere in Klassenzimmern!

Waibel profiliert sich online zudem als “ehemalige Lehrerin”. Warum genau sie ihren Beruf jedoch an den Nagel gehängt hat, bleibt offen. Doch dürfte zum Ende ihrer Lehrtätigkeit wohl auch eine zehnseitige Beschwerde bei der einstigen Schulleitung beigetragen haben, die – wie der Fluter bereits vor zwei Jahren berichtete – direkt mit ihren fragwürdigen Äußerungen auf Social Media zusammenhängt. Generell gehört es zu ihrer Agenda, gegen konservative Bildungspolitik oder Politiker zu hetzen.

Problematisch: Der Gurkenkönig und das böse “N-Wort”!

Nun hat Gina Waibel es auf einen beliebten Kinderbuchklassiker der Wiener Autorin Christine Nöstlinger abgesehen: Das Buch „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ aus dem Jahr 1972. Eine Followerin habe sie per Nachricht darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Buch derzeit in einer Grundschulklasse in „Bayern Kreis Franken“ gelesen wird, so die ehemalige Lehrerin.

Das Problematische an diesem Buch? Angeblich gäbe es „15 rassistische Passagen“, in denen „unter anderem auch das N-Wort reproduziert wird“, wie Waibel es in ihrem Reel zitiert. Sie selbst meint dazu, sie sei weder „schockiert noch überrascht“, Rassismus in Schulbüchern sei schließlich „kein Einzelfall“, in vorherigen Postings sprach sie sich bereits gegen die Kinderbücher von Astrid Lindgren aus. 

Um welche Passagen es sich nun im “Gurkenkönig” genau handelt, darüber verliert die top gestylte Influencerin in ihrem minutenlangen Beitrag kein einziges Wort. Dafür kann sie jedoch gleich einen Lösungsvorschlag liefern, wie mit der von ihr geschaffenen Problematik umzugehen sei: „Vielleicht sortieren wir mal Schulbücher und Schullektüre aus“, fordert sie neben ihrer Community auch gleich alle deutschen “Bildungsminister_innen” auf.

Woke vs. Woke: Selbst der linke Florian Klenk (“Falter”) ist geschockt

In den Kommentaren hagelt es heftige Kritik für die plumpe Forderung, den Kinderbuch-Klassiker kurzerhand aus den Schulen zu verbannen. Dieser absurde Cancel-Versuch lässt selbst Falter-Chefredakteur Florian Klenk nicht kalt: „Bitte einmal mit dem Werk von Christine Nöstlinger und ihrem Leben und Wirken auseinandersetzen“, rät er der Influencerin trocken.

Ein kurzer Blick in die Biografie der Wiener Autorin (1936–2018) entlarvt die Rassismus-Vorwürfe nämlich sofort. Nöstlinger wuchs in einem strikt anti-nationalsozialistischen Elternhaus auf und behielt diese Haltung bei. So ergänzt auch Florian Klenk: “Christine Nöstlinger ist eine antifaschistische und antirassistische Wiener Autorin(…)“ Doch reicht Nöstlingers Engagement heutzutage nicht mehr aus, um nicht doch noch von woken Influencerinnen gecancelt zu werden: “Hab gelesen, dass Christine Nöstlinger sich bis zu ihrem Tod dagegen gewehrt hat, dass entsprechende Passagen geändert werden. So ne krasse antifaschistische Ikone….”  kommentiert Waibel zynisch auf den Einwand.

Bücher lesen – nicht “aussortieren”

Eine konstruktive Antwort auf die Kritik, oder einen Hinweis darauf, dass sich Waibel zwischenzeitlich mit dem Werk oder der Autorin selbst auseinandergesetzt hat, findet sich ansonsten nicht. Stattdessen wiederholt sie geradezu infantil ihre Forderung: “Es ist Zeit, dass wir solche Bücher aussortieren”, versehen mit Ausrufezeichen-Emojis.

Ziehe man ihr linksverstrahlte Reinheitsgebot konsequent durch, müssten als Nächstes wohl die Geschichtsbücher aus den Klassenzimmern “aussortiert” werden, schließlich sind auch diese voll von unschönen Realitäten, die gewiss nicht in “frau_waibls” Weltbild passen.

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