FPÖ-Chef Herbert Kickl konnte unter anderem mit PVV-Chef Geert Wilders und den AfD-Sprechern Alice Weidel und Tino Chrupalla (v.l.n.r.) internationale Prominenz in der Hofburg begrüßen.

21. Juni 2026 / 04:49 Uhr

Festakt und Volksfest zum Jubiläum: Kickl sagt den Systemwechsel voraus

Die Freiheitlichen haben am gestrigen Samstag ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert: Während in der Wiener Hofburg ein Festakt mit internationalen Gästen stattfand, fand parallel dazu am Stephansplatz ein Volksfest statt. Parteichef Herbert Kickl nutzte die Bühne für eine scharfe Abrechnung mit politischen Mitbewerbern und präsentierte seine Vision einer künftigen Volkskanzlerschaft.

FPÖ bleibt Hoffnungsträger für Millionen

In seiner Rede bezeichnete Kickl die FPÖ als „einzigen Hoffnungsträger für Millionen Menschen“ und richtete eine klare Kampfansage gegen die Systemparteien. Die nächste Nationalratswahl ist für ihn eine Schicksalswahl, bei der die Weichen für eine freiheitliche Regierungsführung gestellt werden müssen. Ziel sei es, dass es den Menschen „wieder besser geht“ und sie „wachsen und aufblühen können“.


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Establishment hat Vertrauen der Bevölkerung verspielt

Zugleich stellte Kickl sein grundlegendes Verständnis von Demokratie in den Mittelpunkt, das auf nationale Souveränität abzielt. Kritik, wonach rechte Parteien eine Gefahr für die Demokratie darstellten, wies er zurück. Stattdessen warf er der Einheitspartei vor, das Vertrauen der Bevölkerung verloren zu haben und deren Einfluss beschneiden zu wollen. Wahre Souveränität bestehe darin, dass „niemand anderes als das eigene Volk“ über politische Entscheidungen bestimme – eine klare Spitze in Richtung der Brüsseler Zentralisten.

Remigration und Souveränität

Besonders deutlich wurde Kickl in der Migrationspolitik. Den Begriff „Remigration“ verteidigte er als „vernünftige Gerechtigkeit“. Zudem sprach er sich für eine homogene Gesellschaft aus und forderte, dass ausschließlich Österreich selbst darüber entscheiden solle, wer ins Land komme. Völkerwanderer sollten keinen Anspruch auf Mindestsicherung haben.

Internationale Prominenz sieht FPÖ auf gutem Kurs

Neben freiheitlichen Vertretern wie dem steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek, der die bisherigen Erfolge der Partei betonte, nahmen zahlreiche andere patriotische Spitzenpolitiker aus Europa teil. Der niederländische PVV-Chef Geert Wilders sprach von den „Helden“ der FPÖ und prognostizierte der Partei eine absolute Mehrheit. Auch Ungarns früherer Ministerpräsident Viktor Orbán sowie AfD-Chefin Alice Weidel würdigten die FPÖ als zentralen Akteur im europäischen rechten Spektrum.

Freiheit statt Ideologie

Kickl zeigte sich stolz über die internationale Präsenz. FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz hob in seiner Ansprache die historischen Wurzeln der Partei hervor und verwies auf das Revolutionsjahr 1848 als ideellen Bezugspunkt. „Freiheit“ sei die zentrale DNA der FPÖ, während „ideologisierte Politik“ insbesondere in Bereichen wie Bildung, Medien und Kultur abzulehnen sei.

Nach dem offiziellen Teil in der Hofburg verlagerte sich die Feier auf den Stephansplatz, wo das Volksfest mit musikalischem Programm und weiteren Auftritten fortgesetzt wurde. So trat unter anderem Schlagerstar Roberto Blanco vor den zahlreichen Gästen auf. Auch dort erneuerte Kickl seine Kritik an der Verlierer-Ampel und den Mainstream-Medien.


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