Eine neue Umfrage zeigt, wie groß die Unzufriedenheit mit den Altparteien inzwischen ist: Die Deutschen wünschen sich eine schwarz-blaue Koalition und einen AfD-Bundeskanzler, wie die aktuelle INSA-Erhebung für die Bild-Zeitung zeigt.
26 Prozent für AfD-Union-Koalition
Bei der Regierungsfrage liegt ein mögliches schwarz-blaues Bündnis aus CDU/CSU und AfD mit 26 Prozent knapp vor einem linken Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei mit 24 Prozent. Die derzeitige schwarz-rote Koalition kommt in der Umfrage nur auf 23 Prozent, während 27 Prozent keine klare Präferenz äußern. In den politischen Lagern zeigt sich ein klares Muster: AfD-Wähler wünschen sich mehrheitlich Schwarz-Blau, die Anhänger von SPD, Grünen und Linken setzen auf ein Linksbündnis, und unter Unionsanhängern bleibt Schwarz-Rot die bevorzugte Variante.
AfD führt erstmals in Kanzlerfrage
Noch brisanter fällt das Ergebnis bei der Kanzlerfrage aus. 25 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die AfD den nächsten Bundeskanzler oder die nächste Bundeskanzlerin stellen soll, die Union folgt mit 19 Prozent, dahinter liegen SPD mit 13 Prozent und Grüne mit 12 Prozent. Fast jeder Fünfte gibt an, sich nicht festlegen zu wollen oder keine Präferenz zu haben.
Deutsche gegen schwarz-rote Schuldenpolitik
Auch der finanzpolitische Kurs der Bundesregierung stößt auf deutliche Skepsis. 60 Prozent der Befragten halten es für falsch, dass Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und die Regierung im Haushaltsentwurf rund 200 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen wollen; nur 23 Prozent finden das richtig. Besonders eindeutig ist auch die Haltung zur Schuldenbremse: 62 Prozent wollen keine weitere Lockerung, während nur 23 Prozent dafür sind.
Schon in früheren INSA-Erhebungen lag die AfD mit 28 Prozent vor der Union mit 24 Prozent, während die Regierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) in anderen Umfragen spürbar an Rückhalt verloren hat.
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