Zehn Jahre sind vergangen, als am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring eine völlig grundlose Bluttat Österreich erschütterte. Maria E. (damals 54) wurde von einem 21-jährigen Kenianer mit einer schweren Eisenstange erschlagen. Ihr Ehemann Franz E. steht bis heute gezeichnet vor den Trümmern seines Lebens. In einem aktuellen Gespräch mit der Krone brachte er es auf den Punkt: „Bin mit Maria vor zehn Jahren gestorben.“
Die Folge
Der pensionierte Fernfahrer verlor an jenem Tag nicht nur seine Frau, sondern seinen Lebensmittelpunkt. Die Tat geschah willkürlich. Maria E. hatte keine Chance gegen die wuchtigen Schläge des Angreifers. Francis N. wurde kurz darauf festgenommen. Er saß in Untersuchungshaft, bestritt zunächst den Tatort betreten zu haben. Später folgte ein Prozess, in dem psychiatrische Gutachten eine Rolle spielten. Der afrikanische Täter landete schließlich in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.
Warnsignale, die niemand ernst nahm
Bereits vor der Tat war Francis N. in der Gegend kein Unbekannter. Viele Anrainer und offenbar auch die Polizei kannten ihn als auffällige und gefährliche Person. Er soll schattenboxend und unter Drogen durch die Straßen gezogen sein. Plötzlich kam es zu dem tödlichen Angriff auf eine unbeteiligte Passantin. Franz E. hatte schon kurz nach der Tat schwere Vorwürfe gegenüber den Behörden erhoben und angekündigt, die Republik auf Amtshaftung zu verklagen. Er sah den Tod seiner Frau als vermeidbar. Auch die Abschiebung des Täters stand im Raum. Als kenianischer Staatsbürger gab es jedoch kein Rückführungsabkommen, das eine rasche Ausweisung ermöglicht hätte.
Zehn Jahre später: Der Schmerz bleibt
Heute, im Mai 2026, kehrt Franz E. an den Ort des Schreckens zurück. Die Anteilnahme im Land war 2016 groß. Kerzen, Blumen und spontane Trauerkundgebungen prägten das Bild am Brunnenmarkt. Die Familie organisierte das Begräbnis unter großer öffentlicher Resonanz. Tochter Elisabeth äußerte Verständnis dafür, dass viele Menschen ihre Anteilnahme zeigen wollten.
Doch für den Witwer endete das Leben 2016. Er beschreibt einen Alltag, in dem er immer noch hofft, Maria könnte zur Tür hereinkommen. Die Tat bleibt ein Einschnitt, der nicht heilt. Franz E. steht exemplarisch für Hinterbliebene der ausufernden Migrantengewalt, die mit den Folgen solcher Gewalttaten allein gelassen werden.
Ein Fall mit politischer Sprengkraft
Der Eisenstangen-Mord reihte sich ein in eine Reihe von Vorfällen, bei denen kulturfremde Täter in der Öffentlichkeit zuschlugen. Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring galt manchen bereits damals als Problemviertel. Debatten um No-Go-Areas, Polizeipräsenz und den Umgang mit kriminellen Migranten flammten auf. Kritiker warfen dem System vor, zu zögerlich zu handeln und bei tatsäschlich kriminellen Personen kaum Abschiebungen durchzuführen.
Francis N. wurde nicht abgeschoben. Der Fall Maria E. zeigt bis heute die harten Konsequenzen, wenn Multikulti scheitert und gefährliche Individuen problemlos im Land bleiben. Franz E. lebt mit seiner Trauer weiter. Das Land hat den Fall nicht vergessen. Zehn Jahre später erinnert der Witwer daran, was passiert, wenn Warnsignale überhört werden und der Schutz der eigenen Bevölkerung nicht an erster Stelle steht.

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