Angela Merkel und Wolodymyr Selenskyj sind bei den Europäern nicht gerade bekannt dafür, Krisen zu lösen und sich für die europäische Einigung einzusetzen – das sieht man in Brüssel jedoch anders und verleiht den beiden den Europäischen Verdienstorden.

7. April 2026 / 10:35 Uhr

Brüssel feiert sich selbst: Merkel und Selenskyj erhalten Europäischen Verdienstorden

Mit dem Europäischen Verdienstorden hat das Europäische Parlament erstmals eine eigene zivile Auszeichnung für „Europa“ geschaffen – und die geht jetzt ausgerechnet an die deutsche Altkanzlerin Angela Merkel und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi.

Merkel soll „Krisenmanagerin“ sein

Neben Merkel und Selenskyi werden auch Persönlichkeiten wie der ehemalige polnische Präsident Lech Wałęsa zu „verdienstvollen Mitgliedern“ des Ordens ernannt, der höchsten Stufe dieser neuen Ehrung. Der Orden ist als politisches Symbol gedacht, das Personen würdigt, die einen prägenden Beitrag zur europäischen Integration oder zur Verteidigung der in den Verträgen verankerten Werte geleistet haben sollen. Die Begründungen für die zweifelhaften Ehrungen haben es in sich: Merkel bekommt den Orden für ihre vermeintliche Rolle als „Krisenmanagerin Europas“, Selenskyj als Symbolfigur der Gegenwehr Europas gegen den „russischen Angriffskrieg“.

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Verdienstorden mit drei Stufen

Der Europäische Verdienstorden – die erste Ehrung, die von einer EU‑Institution selbst verliehen wird – kennt drei Stufen: Mitglied, ehrenhaftes Mitglied und verdienstvolles Mitglied. Zu den „verdienstvollen Mitgliedern“ zählen neben Merkel, Wałęsa und Selenskyi vor allem Figuren, die für Schlüsselmomente der EU‑Geschichte stehen: die deutsche Bundeskanzlerin als vermeintliche Hüterin der Krisenpolitik, der polnische Präsident und Solidarność‑Ikone als Symbol der friedlichen Demokratisierung Osteuropas sowie der ukrainische Machthaber als Repräsentant des aktuellen Kampfes um die „europäischen Werte“ gegen autoritäre Angriffe.

Brüsseler Establishment zeichnet sich selbst aus

Zur Gruppe der ehrenhaften Mitglieder gehört unterdessen das „Who is Who“ der europäischen Altparteien. Zu ihnen gehören der ehemalige ÖVP‑Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der frühere EZB‑Chef Jean‑Claude Trichet, der langjährige EU‑Außenbeauftragte und NATO‑Generalsekretär Javier Solana sowie Ex‑Präsidenten wie Maia Sandu (Moldau), Sauli Niinistö (Finnland) und Mary Robinson (Irland).

Von Rockband bis Basketball-Spieler ist alles dabei

Einfaches Mitglied zu werden, ist deutlich leichter: Hier finden sich neben der ehemaligen EU‑Kommissarin und Vizepräsidentin Viviane Reding, die für Reformen und Institutionenbau steht, auch der griechische Basketballstar Giannis Antetokounmpo, der als Symbol für europäische Identität jenseits nationaler Grenzen fungieren soll, sowie die ukrainische Menschenrechtsanwältin Olexandra Matwijtschuk. Ebenfalls in diese Kategorie fällt die irische Rockband „U2“.

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