Österreich ist zurück auf der großen Bühne. Erstmals seit der WM 1998 hat sich die ÖFB-Nationalmannschaft für die Endrunde 2026 in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert. Ein historischer Erfolg, den sich Generationen von Fans herbeigesehnt haben. Doch statt Stolz dominiert schon wieder das Politisieren. Dieser Wahnsinn, der in Deutschland schon lange die Runde macht, hat den ÖFB nun auch erreicht.
„Situation ist schwierig“
ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel hat sich klar positioniert. In der Krone erklärte er wörtlich:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenDass die Situation schwierig ist, steht außer Frage. (…) Jeder macht sich Gedanken, aber wir sind gut beraten, wenn wir uns auf das fokussieren, was wir beeinflussen können. (…)Wir haben eine gute Basis, einige neue Spieler wollen sich zeigen. Dieses Gerüst wollen wir in den nächsten Tagen weiter verfeinern.“
Er verwies direkt auf die wachsenden Boykott-Debatten rund um die WM in Amerika. Die geopolitischen Spannungen, der Iran-Konflikt und die aktuelle Lage in den USA werfen Schatten auf das Turnier.
Pröll zieht klare rote Linie – doch die Debatte läuft weiter
ÖFB-Boss Josef Pröll hatte schon vor Wochen unmissverständlich klargemacht: Boykotte kommen für ihn nicht infrage:
Ich halte grundsätzlich von Boykotten in einem Stadium, in dem wir jetzt sind, auch zur WM-Frage nichts.
Der ehemalige Politiker setzt auf Vorbereitung und Sicherheit statt auf Symbolpolitik. Trotzdem sickert die Diskussion, die in Deutschland bei dem DFB und dem Mainstream angeheizt wird, nun auch nach Österreich durch. Statt den historischen Erfolg zu feiern, wird im Verband über etwas geredet, das der Sport eigentlich nicht lösen soll.
Der deutsche Irrsinn landet in Österreich
Genau das ist der Kern des Wahnsinns. Österreich war 28 Jahre lang nicht bei einer WM dabei. Jetzt ist das Team unter Ralf Rangnick endlich wieder qualifiziert – und prompt wird der Erfolg mit politischen Fragen belastet. Anstatt über Taktik, neue Spieler und den Weg ins Turnier zu sprechen, steht die US-Politik im Mittelpunkt.
Schöttel versucht noch, den Fokus auf das Sportliche zu lenken. Doch allein die Tatsache, dass er die „schwierige Situation“ öffentlich einräumen muss, zeigt: Der deutsche Reflex, Sport als Bühne für Weltpolitik zu missbrauchen, hat Österreich erreicht. Prölls klare Absage an Boykotte steht im Raum. Doch allein der Diskurs unterstreicht den Fanatismus der politischen Korrektheit, der sich auch schamlos durch den Sport zieht.Â
