SPÖ-Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner versuchte, das bescheidene Wahlergebnis von Andreas Babler zu erklären – mit einer bemerkenswerten Begründung.

8. März 2026 / 15:23 Uhr

Mageres Ergebnis: Holzleitner sieht Medien für Babler-Desaster verantwortlich

Die SPÖ hat einen neuen und alten Vorsitzenden: Vizekanzler Andreas Babler wurde am gestrigen Samstag beim Bundesparteitag der Genossen im Amt bestätigt – mit einem bescheidenen Ergebnis: Nur rund 81,5 Prozent der Delegiertenstimmen konnte Babler auf sich vereinen. Bei den Roten sieht man die Schuld dafür auch bei den Medien.

Medien schuld an SPÖ-Chaos?

SPÖ-Frauen und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hatte in ihrem heutigen Auftritt in der ORF-Pressestunde unter anderem mediale Auseinandersetzungen für das Ergebnis verantwortlich gemacht. Es seien jedoch viele Inhalte beschlossen und Gremien neu zusammengesetzt worden, und die Regierungsarbeit könne nun „konsequent“ weitergeführt werden.

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Holzleitner betreibt Realitätsverweigerung

Dass Holzleitner nun die Medien für das Babler-Ergebnis zur Rechenschaft zieht, ist für FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker „an Lächerlichkeit kaum zu überbieten“ und „nichts anderes als eine skurrile Realitätsverweigerung einer Ministerin, die sich für das Amt des SPÖ-Bundesgeschäftsführers empfehlen möchte“. Wenn eine Wissenschaftsministerin glaube, dass nicht die eigene, tief zerstrittene Partei und das Versagen ihres Obmanns für das Wahldebakel verantwortlich seien, sondern die Berichterstattung, dann sei das eine wissenschaftlich höchst fragwürdige These, so Hafenecker – denn:

Fakt ist: Das Babler-Ergebnis ist einzig und allein sein Verdienst. Die schlechte Presse ist nur das Echo auf eine SPÖ, die intern komplett zerrüttet ist und von einer Krise in die nächste taumelt“, so Hafenecker.

SPÖ-Geschäftsführer Seltenheim muss zittern

Trotzdem hat Holzleitners Auftritt für den blauen Generalsekretär durchaus Erkenntnisse gebracht – und die dürften vor allem SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim nicht gefallen. Holzleitner habe nämlich in einer Stunde mehr den Bundesgeschäftsführer gegeben, als man von Seltenheim in den vergangenen Monaten überhaupt gehört hätte. Den Zustand der Sozialdemokratie fasste Hafenecker präzise zusammen:

Einer SPÖ, die sich offensichtlich nicht einmal selbst unter Kontrolle hat, sollte man nicht die Kontrolle über den Staat und wichtige Ressorts in der staatlichen Verwaltung geben. Die Wiederwahl Bablers zeigt, dass sich der Chaoskurs in der SPÖ wohl fortsetzen wird.

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