Der Konflikt zwischen Wien und Niederösterreich um Gastpatienten in den Wiener Spitälern hat traurige Gewissheit gebracht: Ausländer werden behandelt, Patienten aus Niederösterreich nicht.
Niederösterreicher haben falschen Meldezettel
Diese Ungerechtigkeit prangerte nun auch die niederösterreichische ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an:
Es kann nicht sein, dass ausländische Staatsbürger mit einem Wiener Meldezettel, die vielleicht nie ins System eingezahlt haben, in Wiener Spitälern versorgt werden und Niederösterreicher nicht, nur weil sie Niederösterreicher sind.
Operationstermin nach eineinhalb Jahren abgesagt
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Weitere InformationenIst ein Asylwerber den Wiener Roten also mehr wert als ein österreichischer Staatsbürger, nur weil er aus einem anderen Bundesland kommt? Die Frage ist berechtigt, seit einem Mann aus dem Bezirk Mistelbach ein Operationstermin nach eineinhalb Jahren abgesagt wurde. Begründung: Der Patient hat seinen Hauptwohnsitz in Niederösterreich.
Klage gegen Wien
Dass Mikl-Leitner daraufhin der Kragen platzte, ist mehr als verständlich – auch, dass sie nun das Land Wien klagen möchte. Und zwar für diesen abgewiesenen Patienten aus Mistelbach. Sie betonte, dass die Gastpatienten-Regelung mit anderen Bundesländern, wie Oberösterreich oder dem Burgenland, klaglos funktioniere, und bedauerte, dass Wien diesen gemeinsamen Weg in der Ostregion leider verlassen habe.
