Die Salurner Klause ist die südliche Grenze des deutschen Siedlungsgebiets.

9. Jänner 2026 / 19:14 Uhr

Neue Eckartschrift stärkt Verbundenheit mit südlichstem Siedlungsgebiet

Das Südtiroler Unterland ist ein historisch umkämpftes Land.

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Seit römischem Rückzug siedeln Germanen

Am Beginn waren es Räter und Römer, die um die Vorherrschaft kämpften, ehe die Römer im Unterland Festungen gegen die einfallenden Germanen bauten. Für die Langobarden war das Unterland die nördlichste Grenzlinie, die sie gegen die Bajuwaren zu verteidigen versuchten.

Unter den vielen Grafengeschlechtern, die im Unterland um die weltliche Vorherrschaft wetteiferten, waren die Tiroler die erfolgreichsten.

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Deutsche Ausläufer bis Trient

Für die Tiroler Grafen war Salurn lange Zeit der südlichste Machtbereich, weshalb ihnen eine deutsche Besiedlung wesentlich war. Das Deutschtum reichte im Mittelalter zwar bis fast nach Trient, wurde jedoch durch Gegenreformation und wirtschaftliche Krisen wieder nach Salurn zurückgedrängt.

Es war durchaus denkbar, dass sich die Sprachengrenze noch weiter nach Norden verlagert hätte. Für den italienischen Nationalismus war die Grenze bei Salurn nämlich das erste Hindernis in dem Versuch, den Brenner zu erobern. Dass es anders kam, liegt an der Zähigkeit, die die Unterlandler an den Tag legten.

Mentalität schlägt südlich von Salurn um

Für die vielen Durchreisenden, die nach Süden unterwegs sind, mag das Unterland, eingebettet in schroffe Felswände, Obstgärten und Weinberge, eine „hübsche“ Kulisse sein. Ob sie die Veränderungen wahrnehmen, die sich im Unterland abzeichnen, sei dahingestellt. Dass südlich von Salurn die Einzelhöfe seltener, die Dörfer dichter, die Bauweisen anders und die Häuser bunter werden, werden wohl nur die Aufmerksamsten bemerken.

Deutsch wird südlich von Salurn – abgesehen vom Tourismus – weder gesprochen, noch verstanden, und schon gar nicht gefühlt. Die Mentalität schlägt um.

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Das Unterland ist deutsches Siedlungsgebiet, und will es bleiben. Davon legt die neueste Eckartschrift Zeugnis ab. Sie zeigt die vielen Schwierigkeiten in der Erhaltung der Tiroler Identitäten über die Jahrhunderte hinweg, die Gegenspieler und Förderer und auch die Herausforderungen der Jetztzeit.

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